People Pleaser
Shownotes
đ Shownotes
Folge: Ja klar đ â und innerlich am Anschlag Thema: People Pleaser & gesunde Abgrenzung
Viele Menschen, die als hilfsbereit, zuverlĂ€ssig und empathisch gelten, kĂ€mpfen innerlich mit Erschöpfung, Frust und dem GefĂŒhl, nie wirklich genug zu sein. Hinter diesem Muster steckt oft kein âzu netter Charakterâ, sondern eine alte Ăberlebensstrategie: Gefallen, um sicher zu sein.
In dieser Folge erfÀhrst du:
âą Was People Pleasing wirklich ist â und was nicht âą Warum du stĂ€ndig ĂŒber deine Grenzen gehst, obwohl du es merkst âą Wie Anpassung zu einem Sicherheitsprogramm werden kann âą Welche Rolle Bindungserfahrungen dabei spielen âą Was die Stressreaktion âFawnâ mit deinem Verhalten zu tun hat âą Die 7 typischen People-Pleaser-Muster im Alltag âą Warum stĂ€ndige Nettigkeit nichts mit echter Ehrlichkeit zu tun hat âą Wieso du dich trotz Anerkennung oft unsichtbar fĂŒhlst âą Wie du aus dem People-Pleaser-Teufelskreis aussteigst âą Konkrete Formulierungen, um Nein zu sagen, ohne hart zu wirken âą Warum SchuldgefĂŒhle beim Abgrenzen normal sind âą Weshalb EnttĂ€uschung kein Notfall ist âą Wie du wieder Zugang zu deinen eigenen BedĂŒrfnissen findest
đ§ Zentrale Gedanken aus der Folge
People Pleasing ist kein Charakterfehler, sondern eine gelernte Strategie, um Ablehnung zu vermeiden. Das Problem: Du verlierst dich dabei selbst. Echte NÀhe entsteht nicht durch stÀndiges Funktionieren, sondern durch Ehrlichkeit und Klarheit.
LeitsÀtze aus der Episode:
âDu bist nicht freundlich â du bist vorsichtig.â âEnttĂ€uschung ist kein Notfall.â âIch darf unbequem sein und trotzdem liebenswert.â âNein ist ein vollstĂ€ndiger Satz.â
Wenn dir die Folge gefallen hat, teile sie gern mit Menschen, die immer fĂŒr alle da sind â ausser fĂŒr sich selbst.
đïž Mehr Gedanken, Impulse und mentale Aha-Momente gibtâs in den weiteren Folgen von Zwischen den Ohren.
Dein mentalcoa.ch
Transkript anzeigen
00:00:00: Ciao!
00:00:01: Du lest die sechstriessigste Folge mit dem Titel Peoplepleaser vom Podcast zwischen den Ohren.
00:00:08: Wir reden heute ein wenig ĂŒber die Personengruppen, warum das sie alle nicht findet und warum das Peoplepleaser selbst darunter leidet.
00:00:18: Wir schauen das genauer an und selbstverstÀndlich kriegst du auch von mir immer wieder Tipps und Tricks, wie du mich kannst umgehen, falls du einen grossen oder kleinen Peoplepleaser bist.
00:00:30: Unter anderem hörst du die Aussage in diesem Podcast.
00:00:34: Und wenn du das kennst, ja wenn du manchmal so etwas anderes ... Ich mag nicht mehr.
00:00:41: Dann ist das kein SchwÀcher.
00:00:43: Das ist das Signal.
00:00:44: Dieses System sagt Stopp.
00:00:48: Möchtest du dir viel Spaà und vielleicht ein bisschen Inspiration?
00:00:53: Zwischen den Ohren.
00:00:58: Der Podcast fĂŒr mentale StĂ€rke und eine gesunde Lebensinstellung.
00:01:10: Heute geht es um eine Personengruppe, die auf der Welt extrem beliebt ist.
00:01:15: Alle mögen sie.
00:01:17: Alle finden sie nett.
00:01:18: Alle sagen, so eine liebe, nette, hilfsbereite Person.
00:01:24: Und genau darum ist es gefÀhrlich.
00:01:26: Heute geht es um Peoplepleaser.
00:01:29: Oder ich nenne sie manchmal, das sind die emotionalen Kellner und Kellnerinnen vom Leben.
00:01:34: Du setzt dich an den Tisch, wo?
00:01:37: Sie sind schon da.
00:01:38: Du schnufst schon mal falsch und sie bringt dir schon das Glas Wasser.
00:01:42: Du schaust etwas traurig und sie will gerade dein Leben reparieren.
00:01:46: Du sagst, ich weiss nicht und sie ĂŒbernimmt dein Projekt, deine Beziehung und vermutlich gleich noch deine SteuererklĂ€rung.
00:01:55: People Pleasers sind die, die immer helfen.
00:01:58: Immer nett sind, immer kein Problem sagen.
00:02:03: Und spÀter sind sie plötzlich weg.
00:02:09: Oder wĂŒtend.
00:02:11: Oder rausbrennt.
00:02:13: Oder krank.
00:02:15: Oder innerlich so leer, dass sogar der Staubsauger mehr Sinn im Leben sieht.
00:02:21: Und das krasse ist, nach auĂen wirken die Pippenbliser stabil, freundlich zur VerlĂ€ssigung.
00:02:29: Du wĂŒrdest sie jederzeit als Teamplayer beschreiben.
00:02:33: Aber innen lÀuft dann oft ein Film wie, bitte bist du nicht enttÀuscht von mir, Bitte, bis nicht zur.
00:02:42: Bitte, hÀtt mich weiter lieb.
00:02:44: Bitte, lass mich nicht fallen.
00:02:48: Und heute will ich mit dir etwas klÀren.
00:02:50: Nicht oberflÀchlich, nicht lernen, halt nein sagen, sondern richtig.
00:02:56: Denn People-Pleasing ist nicht einfach eine nette Eigenschaft.
00:02:59: Es ist ein Muster, eine Strategie und oft, ja, auch einen alten Schutz.
00:03:07: Und jetzt die Frage, die ich dir heute mal mitgeben will.
00:03:11: Wie kann es sein, dass du so viel bist und trotzdem oft das GefĂŒhl hast, du kommst kurz?
00:03:27: Ich nehme dich mal kurz mit in einer Szene, wie es einem Coach von mir passiert ist.
00:03:33: Er hat danach recht bekommen, hey, hast schnell fĂŒnf Minuten.
00:03:37: Und schon beim Lesen hat er gewusst, ah, diese fĂŒnf Minuten sind der LĂŒge.
00:03:42: Das wird mindestens dreiĂig Minuten.
00:03:45: Und am Schluss ist er sicher nicht nur Ansprechpartner, sondern gerade Therapeut, Projektleiter oder Krisenmanager.
00:03:53: Der Coachy hat in diesem Moment auf sein eigenes Leben geschaut.
00:03:57: Eigentlich wollte er gerade nichts machen.
00:04:01: Einfach runterfahren oder etwas essen.
00:04:07: Oder vielleicht eine absolute Luxus-Variante einfach schnufen.
00:04:12: Und was hat er gemacht?
00:04:14: Er hat geantwortet, ja klar.
00:04:17: Und wÀhrend er das so geschrieben hat, hat er gemerkt, wie sich innerlich alles zusammengezogen hat.
00:04:23: So ein feines Unwohlsein.
00:04:26: Nicht dramatisch, aber spĂŒrbar.
00:04:31: Er hat nicht Wöhlen.
00:04:33: Er hat keine Energie gehabt.
00:04:36: Er hat genug gehabt.
00:04:37: Und er hat es trotzdem gemacht.
00:04:41: Warum?
00:04:43: Wahrscheinlich weil irgendwo in ihm ein alter Teil sitzt, der sagt, Also wenn du jetzt nein seist, bist du egoistisch.
00:04:53: Wenn du jetzt nein seist, bist du nicht mehr wert, dass man dich gerne hat.
00:04:58: Wenn du jetzt nein seist, gibt es Ărger.
00:05:02: Wenn du jetzt nein seist, bist du ein schlechter Mensch.
00:05:06: Und ja, und mit so Gedanken passiert halt das Typische, er sagt ja.
00:05:12: Und kum hat er das gemacht, hat sich extrem gergelt.
00:05:15: Nicht ĂŒber die anderen Personen, sondern ĂŒber sich selber.
00:05:19: Und der Ărger ist noch spannend.
00:05:22: Nicht weil er bedeutet, ich bin gemein, sondern er bedeutet, ich habe mich verlassen.
00:05:30: Der Coachy ist nicht nur ĂŒber seine Grenzen gegangen, er hat sie ĂŒberfahren, damit man freundliche Emoji.
00:05:37: Und genau das ist der Punkt, wo People Pleasing toxisch wird.
00:05:42: Nicht weil man hilft, sondern weil man sich dabei selber verratet.
00:05:54: Viele Leute denken, People-Pleasing ist einfach nett sein.
00:05:58: Hilfsbereit, sozial, empathisch.
00:06:02: Nein.
00:06:03: People-Pleasing ist kein Charakterzug.
00:06:06: People-Pleasing ist eine Strategie.
00:06:09: Ein inneres Sicherheitsprogramm.
00:06:13: People-Pleasing bedeutet, du spĂŒrst zwar deine Grenzen, aber du ignorierst sie.
00:06:21: Du hast deine BedĂŒrfnisse, aber du stellst sie hinein.
00:06:27: Du hast eine Meinung, Aber du sagst sie nicht.
00:06:32: Du bist mĂŒde, aber du funktionierst.
00:06:38: Und jetzt, den entscheidenden Satz ist glaube, du bist nicht freundlich.
00:06:45: Du bist vorsichtig.
00:06:48: Du passst die AnwÀlte, weil du gelernt hast, dass Anpassung Sicherheit bringt.
00:06:54: Du machst den Menschen recht, damit du dich sicher fĂŒhlen kannst, damit du nicht angekĂŒndigt wirst, damit du nicht abgelehnt wirst.
00:07:05: Und du merkst es oft an deinen Satz.
00:07:08: Ja, ist schon gut.
00:07:10: Nein, ist es nicht.
00:07:14: Kein Problem.
00:07:15: Doch es ist ein Problem.
00:07:20: Ja wie du willst und innerlich stirbst du gerade langsam.
00:07:26: Ich sehe es einmal provokativ und hart.
00:07:31: Pippenbliser sind oft sehr lieb, aber selten frei.
00:07:46: Jetzt kommt ein wichtiger Punkt.
00:07:49: People-Pleasing ist meistens nicht einfach eine schlechte Angewohnheit.
00:07:54: Es ist etwas, was du irgendwann gelernt hast.
00:07:58: HĂ€ufig, schon frĂŒher.
00:08:00: Vielleicht bist du noch hin gewesen, wo du gemerkt hast.
00:08:04: Oh, wenn ich brav bin, gibt es weniger Stress.
00:08:09: Wenn ich Hilfe bekomme, kann ich anerkennen.
00:08:13: Wenn ich keine Ărger mache, bleibe ich sicher.
00:08:17: Und wenn ich die Stimme rette, muss ich nicht Angst haben.
00:08:22: Nein, du hast nicht bewusst dafĂŒr entschieden.
00:08:25: Das passiert sehr unbewusst, weil Kinder sehr sensibel sind.
00:08:30: Kinder checken, wie muss ich sein, damit ich da gut durchkomme.
00:08:37: Und jetzt Achtung.
00:08:39: Es gibt Familien, da ist Harmonie nicht einfach schön, da ist Harmonie Pflicht.
00:08:46: Konflikt?
00:08:47: Nein, danke.
00:08:49: Wut verboten.
00:08:53: Nein, sagen.
00:08:54: Respektlos.
00:08:56: Eigene BedĂŒrfnisse?
00:08:58: Egoistisch.
00:09:00: Und dann wachst du auf und denkst, okay, ich muss angenehm sein, damit ich okay bin.
00:09:07: Ich darf nicht schwierig sein.
00:09:09: Ich darf niemand enttÀuschen.
00:09:12: Ich muss schauen, dass es allen gut geht.
00:09:16: Und dann wirst du erwachsen.
00:09:18: Das Programm lÀuft weiter.
00:09:20: Das ist People-Pleasing.
00:09:23: Nicht, ich will helfen.
00:09:25: Sondern, ich will nicht abgelehnt werden.
00:09:30: Und jetzt, ein Satz, vielleicht kann ich etwas weh tun.
00:09:35: People-Pleasing ist nicht Liebe.
00:09:38: Es ist Angst.
00:09:41: Angst vor, dass du nicht genĂŒgt, wenn du nicht funktionierst.
00:09:52: Ich habe hier noch zwei psychologischen Konzepte angeschaut, die hier herab passen.
00:09:57: Ich hoffe, es wird aber trotzdem nicht zu trocken.
00:10:02: In der Bindungstheorie sieht man, dass Menschen Strategie entwickeln, um die NĂ€he zu sichern.
00:10:09: Wenn die NĂ€he unsicher ist, also wenn du nie gewusst hast, ob du gerade richtig bist, dann lernt dein System, holt Zustimmung, macht dich angenehm, sorgt dafĂŒr, dass man dich mag.
00:10:23: Dann wird Pippelpleasig zur Bindungsarbeit.
00:10:26: Du siehst die Beziehung nicht durch Echtheit, sondern durch Leistung.
00:10:32: Und das ist wie ein Anders Motto.
00:10:34: Wenn ich nĂŒtzlich bin, werde ich behalten.
00:10:38: Und wenn man noch die Stressreaktionen anschaut, dann kenne ich den Kuh Fight Flight Freeze.
00:10:44: Und es gibt auch FON.
00:10:46: FON bedeutet Beschwichtigen, Fallen, Beruhigen.
00:10:50: Also, wenn ich lieb bin, passiert nichts Schlimmes.
00:10:54: Das ist das Nervensystem, nicht den Charakter.
00:10:58: Darum bringt es auch nicht, wenn jemand sagt, du hör einfach damit auf, nicht zu sein, sag einfach nein.
00:11:04: So einfach ist es nicht.
00:11:06: Du musst nicht hÀrter werden.
00:11:08: Du darfst das System umlernen.
00:11:19: People-Pleasing ist irgendwie wie ein Tiefelskreis.
00:11:23: Weil People-Pleasing funktioniert oft wie eine Maschine.
00:11:27: Du spĂŒrst es nein.
00:11:29: Du sagst trotzdem ja.
00:11:31: Du wirst kloppt und man mag dich.
00:11:34: Andere erwarten wieder, dass du ja sagst.
00:11:38: Du hast aber keine Energie mehr.
00:11:40: Du fĂŒhlst dich innerlich wĂŒtend.
00:11:43: Du fĂŒhlst dich schuldig fĂŒr die Wut.
00:11:45: Und du sagst wieder ja.
00:11:49: Und irgendwann bist du die Person, die alle sagen, hey, du bist ja so zuverlÀssig.
00:11:56: Ja.
00:11:58: Ich bin so verlÀssig, weil ich mich selber nicht ernst nehme.
00:12:03: Gell?
00:12:03: Das ist hart.
00:12:05: Aber es trifft den Agel auf den Kopf.
00:12:08: Und jetzt kommt der Punkt.
00:12:09: Die PippenblieĂe werden irgendwann krank, explosiv, zynisch, depressiv.
00:12:17: Oder sie verschwindet emotional.
00:12:21: Sie sind zwar da, aber nicht wirklich.
00:12:24: Und wenn du das kennst, ja wenn du manchmal so ein Kind hast, ich mag nicht mehr.
00:12:30: Dann ist das kein SchwÀche.
00:12:32: Das ist das Signal.
00:12:34: Dieses System sagt Stopp.
00:12:46: So, sieben typische People Pleasern-Muster.
00:12:50: So das Muster Reis.
00:12:52: Sie entschuldigen sich durend.
00:12:55: People Pleasern haben so ein Lieblingswort.
00:12:57: Sorry.
00:12:58: Und zwar nicht Sorry haben wir gebaut, sondern Sorry, dass sie ĂŒberhaupt existieren.
00:13:04: Sie entschuldigen sich fĂŒr die Nachfragen, fĂŒr die Unterbrechen, fĂŒr die Ruhmul einnehmen.
00:13:09: Und darunter liegt oft, PrĂ€senz fĂŒhlt sich an wie eine Störung.
00:13:15: Das sind so, sorry, darf ich mal etwas fragen?
00:13:18: Entschuldigung, darf ich da mal noch etwas sagen?
00:13:22: Ein zweites Muster von People Pleasers.
00:13:24: Du leistest Stimmungen wie ein Spion.
00:13:28: Du hast kein RĂŒhm, Gesichter, Tonlagen.
00:13:34: Wie ein emotionaler Sicherheitsdienst.
00:13:37: Aber nicht jede schlechte Lune hat etwas mit dir zu tun.
00:13:40: Und doch reagierst du als wÀre es deine Aufgabe.
00:13:43: Als musstest du schauen, dass allen gut geht.
00:13:48: Und zumicke haben wir auch gerade zum Muster drei.
00:13:51: Pippelpleys erwÀhnt Harmonie um jeden Preis.
00:13:55: Konflikt fĂŒhlt sich fĂŒr dich nicht nach Diskussion an, sondern nach Gefahr.
00:14:01: Darum schluckt sie alles runter und sammelt innerlich ein Super-Groll.
00:14:11: Weitersmuster, people please, sind stark, aber niemand weiss, wie es ihnen eigentlich wirklich geht.
00:14:18: Du bist verlÀsslich, du bist zuverlÀssig.
00:14:21: Du treischt, du funktionierst.
00:14:25: Aber praktisch niemand fragt dich, weil du so aussehst, als wĂŒrdest du immer schaffen.
00:14:32: Und manchmal wĂŒrdest du einfach gern scheinen, kann mir mal endlich jemand fragen, wie es mir geht.
00:14:40: Esmuster, du bist verletzt, Aber sagst nichts.
00:14:47: Du hoffst, die Menschen merken es.
00:14:50: Aber sie können keine Gedanken lesen.
00:14:52: Oder sie sind so mit sich selbst beschÀftigt, dass du gar nicht geachtet wirst.
00:14:58: Und dein Schwieger baut die Mauer statt die NĂ€he.
00:15:05: Musst du sagst, du gibst mehr, als du bekommst.
00:15:11: Du sagst, ich erwarte ja nichts.
00:15:15: Doch, du erwartest Menschlichkeit.
00:15:18: Und das ist okay.
00:15:22: Und als letztes, Pipplepleaser werden passiv-aggressiv.
00:15:28: Du sagst ja alles gut, aber dein Blick könnte töten.
00:15:33: Passiv-aggressiv ist ein Nei, das sich nicht traut, Nei zu sein.
00:15:40: Und wenn du jetzt bei einem oder mehreren Muster genickt hast, willkommen.
00:15:53: Jetzt wird es unbequem, aber wichtig.
00:15:58: People-Bleasing ist nicht nur Selbstaufopferung, es ist auch eine Form von Manipulation.
00:16:06: Nicht böse Manipulativ.
00:16:09: Aber du gibst etwas, um etwas zu bekommen.
00:16:13: Zustimmung, Ruhe, Liebe, Sicherheit.
00:16:19: Und du zeigst anderen nicht die Worten.
00:16:22: Du zeigst deine Version, die funktioniert.
00:16:26: Die nette Version, die anpasste Version.
00:16:31: Und dann passiert etwas sautum, blöds, tragisch.
00:16:37: Man mag die.
00:16:39: Aber man mag nicht die, sondern man mag die Rolle, die du jetzt gerade spielst.
00:16:47: Und irgendwann sitzt du da und denkst, warum fĂŒhle ich mich trotzdem nicht gesehen, weil du dich nicht zeigst.
00:16:59: People Pleasers haben oft ein heimliches Ziel.
00:17:02: Bitte erkenne mich, ohne dass ich mich zeigen muss.
00:17:07: ist verstÀndlich.
00:17:10: Aber es funktioniert nicht.
00:17:14: Nöchi entsteht nicht durch Perfektion.
00:17:17: Nöchi entsteht durch Echtheit.
00:17:28: Und wie komme ich jetzt hier raus?
00:17:30: Ja, jetzt kommen wir zum Teil, wo wirklich etwas verÀndern kann.
00:17:36: So eine Möglichkeit ist stoppen zu automatischen Ja.
00:17:41: Ab sofort keine Spontanz Ja mehr.
00:17:46: Sagt z.B.
00:17:48: Ăberlegt mir das noch.
00:17:50: Oder ich melde mich spÀter.
00:17:54: Oder ich schaue zuerst, ob es fĂŒr mich passt.
00:18:00: Der Satz ist gold.
00:18:02: Ich entscheide das spÀter.
00:18:06: Du wirst merken, allein diesen Satz gibt dir WĂŒrde zurĂŒck.
00:18:11: Eine weitere Idee.
00:18:18: Sag einfach kleine Nein statt Drama Nein.
00:18:22: Also du brauchst nicht radikal zu werden.
00:18:25: Sag Heute nicht.
00:18:27: Diese Woche nicht.
00:18:29: Oder ich kann nicht gerade helfen, aber ich drĂŒcke der DĂ€ume.
00:18:33: Oder ganz stark.
00:18:36: Ich wĂŒrde ja gerne im Jahr sagen, aber ich kann jetzt gerade nicht.
00:18:45: Und bei meinem nĂ€chsten Input, ich weiss, wenn du die Schritte eins oder zwei machst, kommen die SchuldgefĂŒhle.
00:18:53: Hey, SchuldgefĂŒhle sind normal.
00:18:57: SchuldgefĂŒhl heisst nicht, dass du falsch bist.
00:19:00: Das heisst, wo?
00:19:02: Du machst jetzt etwas Neues.
00:19:05: Dein Nervensystem schreit Gefahr, Gefahr, Gefahr.
00:19:09: Aber hey, das ist kein Alarm.
00:19:11: Das schwachst du.
00:19:13: Also, es ist okay, wenn du schlecht gewissen dabei hast.
00:19:18: Aushalten und schauen, was du alles gewĂŒnscht.
00:19:22: Eine nÀchste Idee.
00:19:28: Du darfst Menschen enttÀuschen.
00:19:32: Ja.
00:19:33: Sogar gute Menschen.
00:19:37: Und wenn man die nur mag, solange du ja sagst, hey, Spoiler, das ist im Fall keine Beziehung.
00:19:46: Das ist das Abo.
00:19:46: Das ist okay, wenn du Menschen enttÀuscht bist.
00:19:53: Aber in diesem Fall hast du dich selber nicht enttÀuscht.
00:19:58: Habt den Fokus bei dir, bist stolz, wie du dich anforscht verÀndern.
00:20:08: Und noch einen abschliessenden Tipp, sag, was du willst.
00:20:13: Das Dumme ist, viele People Pleasers wissen gar nicht mehr, was sie wollen.
00:20:18: Darum startet im Kleinen.
00:20:20: Du, ich will heute meine Ruhe.
00:20:24: Oder nein, ich will nicht telefonieren.
00:20:27: Ich will gerade eine Zeit fĂŒr mich.
00:20:30: Nein, nicht diskutieren.
00:20:33: Nicht rechtfertigen.
00:20:34: Einfach sagen.
00:20:37: Und wenn du das öfters machst, wird etwas passieren.
00:20:41: Du fĂ€hrst wieder davon spĂŒren, wer du bist.
00:20:53: Und vielleicht so noch ein... Mantra, wo du, wenn du ein kleiner oder grosser Piperbliss bist, dir darfst so aufschreiben und merken.
00:21:05: Der Satz, wo du dir merken darfst, ich darf unbequem sein und trotzdem liebenswert.
00:21:16: Oh, da kommen gerade andere Satzen.
00:21:20: Nein ist ein vollstÀndiger Satz.
00:21:24: Du musst dich nicht erklÀren, wie in der Dissertation.
00:21:27: Du musst niemanden ĂŒberzeugen.
00:21:30: Du musst nicht argumentieren, bis du am Ende gleich wieder Josef bist.
00:21:35: Nein, ist nicht hart.
00:21:38: Nein, ist klar.
00:21:40: Und Klarheit ist eine Form von Respekt auch dir gegenĂŒber.
00:21:54: Ja, wenn du Peoplepleaser bist, dann bist du wahrscheinlich loyal, warm, empathisch, feinfĂŒhlig aufmerksam.
00:22:05: Und genau das ist deine StÀrke.
00:22:08: Aber bitte nicht auf deine Kosten.
00:22:12: Denn du bist nicht auf der Welt umangenehm zu sein.
00:22:16: Du bist hier um echt zu sein.
00:22:19: Und wenn du merkst... Das trifft.
00:22:25: Gut.
00:22:26: Das ist nicht schuld.
00:22:28: Das ist nur fachmoment.
00:22:30: Und vielleicht ist genau jetzt der Moment, wo du anfÀhrst, eine neue Rolle zu lernen.
00:22:36: Nicht die Rolle... von einem emotionalen Kellner, emotionalen Kellnerin, sondern die Rolle von einem Mensch, der sagt, ich bin da.
00:22:47: Ich bin wertvoll.
00:22:50: Und ich muss mich nicht verdienen.
00:22:55: Das war's.
00:22:56: Und ich bin gespannt, was mit dir passiert, wenn du Zeit oder andere anforscht umsetzen.
00:23:23: Ja.
00:23:24: Wer schon da einen Podcast gelassen hat von mir, weià jetzt, dass ich einen Spruch zufÀllig aussuche und ihn da meine spontanen Gedanken zusÀge.
00:23:35: Das fÀllt heute weg.
00:23:37: Weil, hey, das ist die sechserdrieĂigste Folge.
00:23:40: Seit drei Jahren bin ich am Podcast gemacht.
00:23:43: Und ich glaube, genau das ist eine StÀrke von mir.
00:23:47: Ich bin kein hundert Meter Sprinter.
00:23:49: Ich bin der MarathonlÀufer.
00:23:52: Ich sehe links und rechts immer wieder Podcasts aufbloppen, die extrem Erfolg haben, kurz da sind und dann irgendwann wieder verschwindet.
00:24:02: Meine StĂ€rke ist, dass ich etwas konstant mache und ich bin doch etwas stolz, aber auch dankbar, dass ich schon drei Jahre lang, dass ich jeden Monat am fĂŒnften, am Morgen am fĂŒnften, am fĂŒnften immer wieder eine neue Folge gibt.
00:24:19: Ja, das fÀllt mir auch nicht immer einfach.
00:24:22: Manchmal fehlt mir die Themen.
00:24:23: Manchmal weiĂ ich, dass ich gerade anwesend bin und dann vorproduziere.
00:24:29: Und gleich, wenn ich an mich das Feedbacks bekomme, mĂŒndliche die meisten, die sagen, hey, das war ein guter Input oder da habe ich etwas aufgeschnappt.
00:24:38: Und auch Coaches sagen, du, wegen deinem Podcast bin ich zu dir gekommen.
00:24:43: Und im Podcast hat man eine Idee gegeben, wenn ich mich auch von verÀndern kann und ich jetzt mit dir noch grössere VerÀnderungen will.
00:24:51: macht man das einfach freut.
00:24:53: Darum danke jedem und jeder, der zu lasst, der mir ab und zu auch eine RĂŒckmeldung gibt.
00:25:00: Und wer weiss, vielleicht gibt es weitere drei Jahre.
00:25:04: Das war's.
00:25:05: Danke vielmals fĂŒrs Zuhören und tschĂŒss und weg.
00:25:23: mentalcoa.ch.
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