Gerechtigkeit ist deine Erwartung – doch unfair ist das Leben

Shownotes

„Das ist unfair.“

Ein Satz, der sich verdammt richtig anfühlt – und dich gleichzeitig genau dort festhält, wo du eigentlich weitergehen solltest.

In dieser Folge schauen wir nicht darauf, wie die Welt gerechter wird. Sondern darauf, warum dich dein Bedürfnis nach Gerechtigkeit oft blockiert – und wie du mental einen anderen Umgang damit findest.

Du erfährst, warum Ungerechtigkeit sich wie echter Schmerz anfühlt, weshalb dein innerer Richter ständig mitläuft und warum selbst einfache Situationen keine klare Antwort darauf liefern, was wirklich gerecht ist.

Wir sprechen über Erwartungen, über den Glauben an Karma – und darüber, weshalb genau dieser Glaube dich manchmal passiv macht, anstatt dich in Bewegung zu bringen.

Und vor allem geht es darum, wie du wieder in deine eigene Stärke kommst, auch wenn das Leben nicht fair spielt.

🧠 In dieser Folge erfährst du: warum Ungerechtigkeit dein Gehirn stärker triggert als du denkst weshalb Gerechtigkeit oft eine Erwartung und kein Fakt ist wie dein innerer Richter deine Wahrnehmung beeinflusst warum Karma eher Hoffnung als Strategie ist was wirklich hinter dem Gedanken „Das ist unfair“ steckt wie du erkennst, was du beeinflussen kannst – und was nicht weshalb du nicht warten musst, bis etwas gerecht wird, um weiterzugehen wie du aufhörst, unnötige mentale „Steine“ mit dir herumzutragen 🛠️ Für dich zum Mitnehmen

Nicht die Frage, ob etwas gerecht ist, bringt dich weiter.

Sondern die Entscheidung, was du daraus machst.

Oder anders gesagt:

Unfair passiert. Dein Umgang damit entscheidet.

🎯 Reflexionsfrage

Welche Situation fühlt sich für dich bis heute unfair an – und hält dich vielleicht genau deshalb fest?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ciao!

00:00:01: Du lassst die nünendiesigste Folge mit dem Titel, Gerechtigkeit ist in ihr Wartung.

00:00:06: doch unfair ist das Leben vom Podcast zwischen den Ohren.

00:00:11: Heute geht es um ein Thema was uns alle betrifft wirklich alle und zwar nicht nur ab und zu sondern regelmäßig.

00:00:19: Gerechtkeit, Fairness oder genauer gesagt das Gefühl dass etwas nicht gerade gerecht ist und ich verspreche es gleich von Anfang an.

00:00:29: Es geht heute nicht darum die Welt gerechter zu machen, das wäre glaube ein sehr ambitioniertes Projekt.

00:00:36: Sonst geht es darum wie du klarer ruhiger und vielleicht auch ein Stück freier damit kannst umgehen wenn sie es eben nicht ist.

00:00:44: Unter anderem hörst du vor irgendwelchen Aussagen in diesem Podcast.

00:00:48: Weisst du was du auf die Welt gekommen bist?

00:00:50: hast du wahrscheinlich zu klein Druck denn nicht gelesen?

00:00:53: Da steht nämlich ganz klein dass Leben ist nicht immer fair.

00:00:59: Ich wünsche dir gute Unterhaltung und vielleicht eine kleine Inspiration!

00:01:21: Es gibt die Momente im Leben, wo von aussen betrachtet unscheinbar wirken und trotzdem innerlich eine erstaunliche Dynamik auslösen.

00:01:31: Du hockst vielleicht im Büro, bist in einem Gespräch oder gehst gedanklich einfach durch den Tag und plötzlich tauch den Gedanken auf.

00:01:40: Das ist unfair!

00:01:42: Überbekommt Chancen, die du dir doch auch gewünscht hast?

00:01:45: Überbekommt eine Kenning für etwas bei dem du das Gefühl hast ebenfalls einen grossen Nachteil geleistet zu haben?

00:01:53: Oder überkommt scheinbar leichter vorwärts obwohl du dich genauso weniger noch mehr engagiert

00:01:59: hast?!

00:02:01: Und genau in diesem Moment passiert etwas Spannendes.

00:02:05: Es ist nicht einfach nur eine Enttäuschung, sondern es entsteht eine Mischung aus innerer Spannung, Unruhe und einem fast körperlich spürbaren Widerstand.

00:02:17: Was dabei besonders auffällt... Die Gedanke fühlt sich selten an wie eine persönliche Meinung.

00:02:25: Sie wirken eher als objektive Worte, als wäre es gerade eine grundlegende Regel verletzt worden, die für alle Gelder sollte.

00:02:34: Und genau an diesem Punkt vorteile ich das Thema nahe.

00:02:38: Denn oft geht es nicht um die Situation selber, wo es beschäftigt sondern Bedeutung, wo wir da gehen.

00:02:50: Wie man das ganze mal bildlich nennt.

00:02:52: Betrachter könnte man so sagen.

00:02:54: du gehst in der Leiter zu leben.

00:02:56: Neben dir läuft ständig ein stilles Begleiter mit dein inner Richter.

00:03:02: Der bewertet laufend was passiert.

00:03:05: er vergleicht ordnet und entscheidend, was aus seiner Sicht gerecht ist – und was nicht.

00:03:11: Dabei grieft er auf all das zurück, was du in deinem Leben gelernt hast.

00:03:15: Deine Werte, deine Erfahrung und deine Erwartungen!

00:03:21: Ich glaube, der Problem ist, dass dieser Richter nicht objektiv schafft.

00:03:25: Er sprägt von deiner Geschichte und damit zwangsläufig subjektiv.

00:03:32: Ich erinnere mich gerne an Koji, es haben wir immer mal Martin, der genau an diesem Punkt gestanden ist….

00:03:38: Martin ist eine Führungskraft engagiert und jemand, der sehr viel Verantwortung übernahe.

00:03:45: Für ihn ist es logisch, dass er die nächste Beförderung bekommen würde.

00:03:49: Nicht aus Überheblichkeit – gar nicht!

00:03:52: Sondern weil's für ihn schlichtweg die konsequente Entwicklung war.

00:03:58: Leider wurde ihm jemand anders ausgewählt.

00:04:01: Und Martin war nicht einfach enttäuscht sondern innerlich blockiert... Es ist sie führende, als hätte jemand sein innerer Ordnungssystem durcheinander gebraucht.

00:04:12: Denn in seinem Modell war klar – Einsatz für eine Erkennung und Leistung zur Fortschritt.

00:04:20: Und plötzlich stimmt die gleiche gar nicht mehr!

00:04:23: Genau das ist der Moment wo Ungerechtigkeit so intensiv erlebt wird.

00:04:29: Nicht nur weil etwas anders läuft als gewünscht sondern weil das innere Weltbild ins Wanken kam.

00:04:42: Wenn wir darüber reden, warum Ungerechtigkeit uns so stark trifft, lohnt sich es einen genaueren Blick auf ein Experiment zu werfen, das in der Psychologie schon fast ein Klassiker ist.

00:04:52: Die sogenannte Ultimatumspiel.

00:04:55: Die Grundidee ist simpel und vielleicht genau darum so wirklich voll.

00:05:01: Du und Neuper bekommen den gemeinsamen Geldbetrag – sagen wir mal hundert Franken!

00:05:07: Du darfst entscheiden wie dieses Geld aufteilt wird Und die andere Person hat noch genau zwei Möglichkeiten.

00:05:15: Sie kann das Angebot annehmen oder ablehnen.

00:05:17: Wenn sie es annimmt, wird das Geld entsprechend von diesem Vorschlag aufteilt.

00:05:24: Aber Achtung!

00:05:25: Wenn sie's ablehnt, geht niemand voll mit Geld daheim.

00:05:29: Beide bekommen nichts.

00:05:34: Also wenn man jetzt einmal rein rational betrachtet, müsst ihr die anderen Personen jedes Gebot annehmen selbst wenn es extrem unfair ist.

00:05:44: Denn, wenn du ihr Zehn Franken baut und du noch neunzig nimmst, dann ist ja für sie zehn Franken besser als gar nichts!

00:05:52: Und selbst wenn sie noch einen Franken bekommt, die ist rein objektiv gesehen ein Gewinn... ...und interessanterweise passiert doch das in der Realität erstauntlich selten.

00:06:05: Sobald die anderen Personen die Verteilung als unfairempfinden wird, zum Beispiel neunzigzehn oder fünfneinzig zu fünf dann lendet extrem viele Menschen das Angebot ab.

00:06:17: Sie verzichtet bewusst auf Geld, nur um das Ungleichgewicht nicht mehr zu akzeptieren.

00:06:24: Das wird jetzt doch noch spannen!

00:06:27: Denn das bedeutet, unser Verhalten folgt nicht der Logik von Gewinn sondern auch ein innerer Vorstellung von Fairness und die Vorstellung ist so stark dass wir bereit sind dafür einen Preis zahlen.

00:06:40: Man könnte sagen, wir bestrafen die Lieberungerechtigkeit selbst wenn wir uns damit selber schadet.

00:06:49: Wurde es noch interessanter machen?

00:06:51: Ja!

00:06:52: Denn studieren wir ein paar Varianten von diesem Spiel durch.

00:06:56: Stell dir vor, du teilst das Geld exakt fair auf... ...fünfzig Franken zu fünfzig Franken.

00:07:04: Die allermeisten Menschen empfinden das wohl als gerecht und das Angebot wird fast immer angenommen weil Situationen fühlen sich Stimmungen auch.

00:07:14: Was passiert, wenn du der andere Person nur vierzig Franken baut?

00:07:19: Also du bekommst sechzig und sievierzig.

00:07:23: Interessant, die meisten nehmen das Angebot auch noch an, auch wenn da bereits ein leichtes Ungleichgewicht spürbar ist.

00:07:32: Es fühlt sich vielleicht dann nicht mehr perfekt fair an aber ist doch noch akzeptabel.

00:07:37: Gehen wir einen Schritt weiter – dieses Angebot ist siebzig zu dreißig!

00:07:43: Ja jetzt wird es auch von Kippen.

00:07:45: Einige nehmen das Angebot noch an, andere lehnen bereits ab.

00:07:49: Grenzen von dem was als gerecht empfunden wird vor jetzt wirklich anzuverschwimmen.

00:07:56: Bei acht zu zwanzig wird es noch viel schwieriger.

00:08:00: Hier lehnt bereits deutlich mehr Menschen ab obwohl sie damit objektiv gesehen auf Geld verzichtet.

00:08:07: und bei neun zu zehn sind wir oft am Punkt wo viele sagen Nein so nicht.

00:08:13: Und jetzt die spannende Frage Wo genau leht ihr Grenze?

00:08:16: ... ist... ... sechzig zu vierzig noch gerecht, oder erst fünfzig zu fünfzig?

00:08:26: Oder ist sogar siebzig zu dreizugnocken, weil die Person, die entscheidet vielleicht auch das Risiko zu tragen hat.

00:08:34: Und genau jetzt merkst du, Gerechtigkeit ist kein klar definierten Punkt, es ist ein Bereich und der Bereich verschiebt sich je nach Perspektiven.

00:08:46: Ich liebe das Spiel und das Gedanke-Spiel.

00:08:48: darum drehen wir's jetzt noch etwas.

00:08:50: Stell dir vor, du hast das Geld verdient und die andere Person ist einfach zu erfällig zutelt worden.

00:08:59: Und plötzlich empfinden dann viele Menschen auch eine nun gleiche Verteilung als viel fairer.

00:09:06: Spannend, gell?

00:09:07: Oder stell dir vor du weisst dass die anderen Personen dein Angebot nicht ablehnen kann.

00:09:14: Und wahrscheinlich wird auch dieses Angebot dann deutlich unfairen.

00:09:19: Das ist genau so, wie es die meisten dann würden machen.

00:09:23: Das zeigt doch etwas Grundsätzliches.

00:09:26: Gerechtigkeit ist nicht nur eine Frage von Zahlen.

00:09:29: Es ist immer auch eine Frage der Kontexte Bezüglichen und Interpretation.

00:09:36: Und genau darum reagieren wir emotional so stark darauf.

00:09:40: Denn wenn wir Ungerechtigkeit wahrnehmen passiert im Kirm nicht etwas ähnliches wie bei körperlichem Schmerz.

00:09:47: Bestimmte Regionen unter anderem Dinsula werden aktiviert.

00:09:52: Das heisst, das System reagiert nicht nur gedanklich sondern auch körperlich.

00:09:58: Du spürst Dunkelrechtigkeit vielleicht als Druck?

00:10:03: Als enge?

00:10:05: Als innere Unruhe.

00:10:07: und jetzt wird es noch mal richtig spannend Wenn du das Spiel ein paar Mal im Kopf durchgehst.

00:10:14: Vielleicht merkst du dann etwas Entscheidendes.

00:10:17: Du vorschau selber zu verhandeln.

00:10:20: Du merkst, wie du deine eigenen Grenzen verschiebst und beginnst zu überlegen abzweigen, zurechtfertigen.

00:10:28: Und genau jetzt möchte ich dir in diesem Punkt eine Frage stellen.

00:10:33: Wenn selbst besonder einfach Situation keine klare Einigkeit darüber besteht was gerecht ist?

00:10:39: Was werden eigentlich die gerechte Lösungen noch weiterdenkt?

00:10:47: Wie oft im echten Leben erwartet mir eindeutige Gerechtigkeit die um ein Vielfaches komplexer sind als das Spiel.

00:11:04: Wenn wir im Moment gerade bei dieser Frage sind, was ist eigentlich gerecht?

00:11:08: Dann wird schnell klar, dass darauf keine eindeutige Antwort gibt.

00:11:13: und trotzdem verhalten wir uns im Alltag so oft als gäbsen sie.

00:11:18: Als gäbe es irgendwo eine klare objektive Linie, wo Festleid etwas fair ist oder was nicht.

00:11:24: Und sobald etwas diese Linien überschreitet reagiert in uns etwas sehr deutlich.

00:11:31: Der spannende Punkt, hinter dem Gefühl steckt praktisch immer eine Erwartung.

00:11:38: Nicht unbedingt eine, die du bewusst formuliert hast, nein, sondern eher stille Anahme.

00:11:43: drüber wird die Welt funktionieren sollen.

00:11:47: Viele Menschen trägen und sie merken so oft nicht einmal einen inneren Satz in sich.

00:11:53: Wenn ich mich richtig verhalte soll auch das Richtige passieren.

00:11:57: Ja klingt ideologisch und ist schon fast selbstverständlich.

00:12:02: Wenn ich mich anstreng, komme ich vorwärts!

00:12:05: Wenn ich loyal bin, soll mir das etwas bringen?

00:12:09: Wenn ich fair bin, soll ich fair behandelt werden?

00:12:14: Und genau hier vor die Spannungsfälle da.

00:12:17: Die Erwartung ist selbstverständliche aber sie ist doch keine Garantie.

00:12:22: In der Psychologie würde man dies als Just-World-Hypothese beschreiben Die Idee, dass wir Menschen ein tiefes Bedürfnis danach haben zu glauben, dass die Welt im Kern gerecht ist.

00:12:34: Dass es eine Art Ordnung gibt oder dafür sorgt, dass sich alles irgendwie ausgelegt wird.

00:12:40: Warum ihr das glaubt, ist eigentlich ziemlich logisch.

00:12:43: Es gibt uns Sicherheit!

00:12:45: Ein Vermittlungsgefühl von Kontrollen?

00:12:48: Es lässt uns denken Wenn ich mich richtig verhalte, habe ich Einfluss darauf was passiert.

00:12:54: Doch genau der Glaube wird zur Herausforderung, wenn die Realität nicht mitspielt.

00:12:59: Wenn jemand weniger leistet und trotzdem mehr bekommt.

00:13:04: Wenn sich jemand unfair verhält und scheinbar damit noch vorkommt oder wenn du selber alles gehst und es trotzdem nicht aufgeht.

00:13:14: Und genau den entsteht ein innerer Konflikt.

00:13:18: Nicht nur weil etwas nicht funktioniert hat, sondern etwas grundsätzliches in die Wanker kam, das inneren Modell der Welt hat ein Riss bekommen.

00:13:31: Ich erlebe dieses im Coaching immer wieder.

00:13:33: Menschen kommen mit einer konkreten Situation aber im Gespräch darüber zeigt sich es dann schnell.

00:13:39: Es geht selten nur um das Ergebnis selber.

00:13:43: Es geht um bedeutig dahinter.

00:13:46: Um einen unausgesprachenden Gedanken.

00:13:48: so darfst du nicht sein, so soll's doch nicht sein Und der Gedanke ist mächtig, weil er dich automatisch in eine Vergleichsbewegung bringt.

00:13:59: Zwischen dem was es ist und dem was deine Meinung nach sein soll.

00:14:05: Das Problem dabei?

00:14:07: Du kämpfst nicht mehr mit der Situation sondern zusätzlich auch noch mit dir eigenen Erwartungen.

00:14:14: Das ist ein bisschen so als würdest du im Regen stehen und dich gleichzeitig darüber ärgern dass es regnet obwohl du der Meinung bist, die Zune sollte doch schienen.

00:14:23: Der Regen hört den Dorf nicht auf, aber dein Innerwiderstand wird grösser.

00:14:30: Ich denke genau da liegt ein entscheidender Hebel.

00:14:34: Nicht drin alles gut zu finden oder Ungerechtigkeit zu akzeptieren im Sinn Jo Pascio sondern darin zu erkennen wo deine Erwartungen sind und wo die Realität einander Sprach spricht.

00:14:49: So einen kleinen Perspektivenwechsel kann hier enorm viel bewirken Vielleicht statt in die Frage, warum ist das passiert?

00:14:58: Warum ist es unfair?

00:15:00: Kannst du dich auch fragen, welche Erwartung von mir gerade enttäuscht wurde.

00:15:07: Und diese Frage verändert den Fokus.

00:15:11: Du gehst weg vom reinen Aussen hier zu deiner Innenstruktur und plötzlich entsteht der Raum.

00:15:19: Raum für Verständnis, Raum für Differenzierung und vor allem Raum für Handlung.

00:15:26: Denn so lange du davon ausgehst, dass die Welt sich an deiner Vorstellung von Gerechtigkeit halten soll, bleibst du in einer gewissen Abhängigkeit.

00:15:35: Erst wenn du erkennst das die vorstelligen Konstruktion ist – zwar verständlich und menschlich – aber eben keine Garantie.

00:15:45: Also wenn du das erkennst, gewünschst du doch ein Stück Freiheit zurück.

00:15:49: Und genau diese Freiheit brauchst du dann um den nächsten Schritt zu gehen Nicht mehr zu fragen ob etwas gerecht ist, sondern zu entscheiden wie du damit umgehst.

00:16:06: Bevor wir zur Inputs gehen für den Alltag noch einen kleinen Einschub.

00:16:11: Zu Karma Ja, das Karma regelt alles.

00:16:16: Vielleicht kennst du so ein Moment wo du dir denkst keine Sorgen zu Karma regeln schon alles?

00:16:22: Oder du schaust Reels auf Insta, TikTok oder so und dann heisst Karma und dir sieht man gerade wie es sich etwas reicht.

00:16:31: Innerlich fühlt sich das richtig gut an, sonst ein bisschen wie Ja ich muss nichts machen zum Universum übernimmt das für mich.

00:16:39: Das Karma hockt irgendwo für die Buchmagnotizen Und irgendwann kommt denn die grosse Anbrechnung.

00:16:46: Nur wenn ich ehrlich bin... Das Karma hat erstaunlich oft Pausen oder es sieht sicher der Naus aus.

00:16:58: Hier gibt es Menschen, die verhalten sich kompletten Ebenen und laufen trotzdem fröhlich durchs Leben als wäre nichts passiert.

00:17:05: Und gleichzeitig gibt es Leute, die sich müde sind, die korrekt sind, investieren und sich trotzdem fragen, warum es nicht aufgeht.

00:17:14: Und genau in diesem Moment merkst du vielleicht funktioniert das mit dem Karma nicht ganz so zuverlässig wie man es gerne hätte.

00:17:22: Vielleicht ist ein wenigeres System und einfach etwas Hoffnung.

00:17:27: Hoffnung darauf, dass sich Dinge irgendwann ausgleichen, damit wir sie jetzt können aushalten.

00:17:36: Und genau da leite kleine aber entscheidende Haken.

00:17:40: Solange du drauf wartest, dass Karma irgendetwas regelt bist du in einer passiven Haltung.

00:17:47: Du hoffst, dass dich im Aussen etwas verändert, damit es sich im Inneren besser anfühlt Aber das ist vielleicht gar nicht der Punkt.

00:17:56: Vielleicht geht es weniger um, dass sich alles ausgelegt und mehr darum, dass du entscheidest, wie du damit umgehst.

00:18:04: Vielleicht ist das Karma gerade nicht im Dienst – aber du bist es!

00:18:09: Und genau da denke ich bevor dein Einfluss an.

00:18:13: Nicht perfekt, nicht immer fair, aber immerhin in deiner Hand.

00:18:19: Und manche haben Coaching mich nicht so gerne weil ich sagen in solchen Situationen oft weiss... Wo du auf die Welt kommst, hast du wahrscheinlich zu klein Druck nicht gelesen.

00:18:31: Dort steht nämlich ganz klein.

00:18:33: das Leben ist nicht immer fair.

00:18:44: Es gibt eine Form von Ungerechtigkeit wo deutlich leiser daherkommt als in klassischen Situationen im Job oder im Alltag und die trotzdem oft viel zu tief wirkt.

00:18:56: Sie zeigt sich nicht unbedingt in offensichtlicher Vergleiche oder klare Entscheidungen sondern im zwischenmenschlichen Moment, in dem eigentlich etwas verbindendes entsteht und sich trotzdem innerlich Widerstand aufbaut.

00:19:11: Vielleicht kennst du die Gedanken, jemand ist für dich hier unterstützt, investiert Zeit, Energie oder Aufmerksamkeit für dich?

00:19:21: Und anstatt dass du einfach dankbar bist, taucht gleichzeitig ein unangenehmes Gefühl auf eine Art innerer Druck verbunden mit dem Gedanken dass du das so gar nicht anerkannst, weil es zu dieser Person niemals im gleichen Maß zurückgekackt ist.

00:19:39: Und genau in diesem Moment verschiebt sich etwas.

00:19:41: Aus einem eigentlich positiven Erlebnis wird ein Art unausgesprochenes Gleichgewicht.

00:19:48: Es entsteht das Gefühl in der Schuld stehen, wo man nicht einfach ausgleichen kann und damit meldet sich immer wieder den inneren Richter, die anfängt die Situation bewerten und feststellt, dass da etwas nicht im Gleichgewichte ist.

00:20:04: Was dabei oft übersehen wird, ist Anahme, wo hinter dem Gefühl steht.

00:20:10: Nämlich die Vorstellung, dass es gehe und nähe immer direkt müsstet ausgleichen sein.

00:20:16: Dass so eine Art unsichtbare Rechnung existiert, die am Ende stimmt.

00:20:21: Zug ist mir etwas also muss ich dir etwas Gleichwertiges zurückgeben.

00:20:27: Doch wenn man den Gedanken konsequent zu Ende denkt, wird schnell klar, dass echte Zwischermenschliche Verbindungen kaum so funktionieren würden.

00:20:37: Wenn jedes Gehen sofort wieder ausgeglichen muss werden, wird daraus eine Reinsdust schäuft.

00:20:43: Grosszügigkeit hätte kein Raum mehr und Unterstützung wäre immer an eine Bedingung knüpft.

00:20:51: Vielleicht liegt genau da ein anderer Zugang?

00:20:55: Vielleicht geht es gar nicht darum was du bekommen hast, exakt an dieser Person zu geben.

00:21:02: Vielleicht geht es auch darum... ...es weiterzugehen?

00:21:07: Man kann sich das so wie ein Fluss vorstellen.

00:21:10: Übergibt dir etwas Zeit Vertrauen Unterstützung und du nimmst es an.

00:21:16: Anstatt dich jetzt krampfhaft überlegen wie du die Balance wieder herstellen kannst Lass du das was du erhalten hast weiterflüssen.

00:21:25: Du gissen jemand anderes weiter Vielleicht in einem ganz anderen Kontext, einen ganz anderen Zeitpunkt oder in einer ganz anderen Form.

00:21:36: Und plötzlich verändert sich die Wahrnehmung.

00:21:39: Die System bleibt im Gleichgewicht aber nicht mehr in der direkten linearen Beziehung zwischen zwei Personen sondern immer grösser Zusammenhang.

00:21:49: Es entsteht ein Kreislauf in dem Gehen und Nähen nicht mehr als unmittelbarer Ausgleich verstanden wird, sondern als Bewegung.

00:21:58: Der Gedanke kann doch enorm entlasten sein, weil der Dierer laubt und unterstützt sich anzunehmen.

00:22:06: Ohne dass du dich gerade verpflichtet fühlst, sei genau gleich zurückgegeben zu müssen.

00:22:12: Gleichzeitig eröffnet es in dir auch die Möglichkeit selber zu gehen ohne gerade eine konkrete Gegenleistung zu erwarten.

00:22:21: Und genau in diesem Zusammenspiel entsteht doch oft etwas wo sich Stimmung anfühlen kann nicht perfekt gerecht im mathematischen Sinn, sondern lebendig, flexibel und vor allem menschlich.

00:22:35: Und vielleicht ist das eine Form von Gerechtigkeit, die näherer Realität liegt als jede perfekte Rechnung?

00:22:50: Bis da habe ich viel darüber gesprochen, warum Ungerechtigkeit entsteht, warum sie uns emotional so stark trifft und wie sehr sie mit unserer Erwartungen zusammenhängt.

00:23:02: Doch irgendwann kommt der Punkt an dem es nicht mehr darum geht zu verstehen, sondern auch – und wie gehe ich jetzt damit um?

00:23:11: Und ich glaube genau da passiert den oft entscheidenden Unterschied.

00:23:16: In meinen Coachings erlebe immer wieder zwei grundlegende verschiedene Reaktionsmuster.

00:23:23: Die eine Coachie bleibt an der Bewertung hängen.

00:23:26: Sie analysieren die Situation immer wieder neu, trennt sich gedanklich hin und her, vergleichet, argumentiert, sucht nach Beweis dafür dass es tatsächlich unfair war.

00:23:39: Und bleibt genau dort in dieser Situation gefangen.

00:23:44: Es ist als würden sie versuchen nachträglich ordentlich etwas zu bringen was sich eh nicht mehr verändern lässt.

00:23:53: Die anderen Coaches schaffen irgendwann einen inneren Schritt Nicht, weil sie plötzlich alles gut findet oder die Situation sich verändert hat.

00:24:02: Nein!

00:24:03: Sie haben erkannt, dass sie Entscheidungen treffen müssen.

00:24:07: Eine Entscheidung darüber, wie viel Raum diese Ungerechtigkeit in ihrem Leben noch einnehmen darf.

00:24:14: Nach meiner Erfahrung ist eine der kraftvollsten Fragen in diesem Moment eigentlich simpel und gleichzeitig sehr ehrlich.

00:24:22: Kann ich daran etwas verändern?

00:24:27: Für mich hat die Frage besondere Qualität, weil sie jemand aus der reinen Bewertung herausführt und direkt in Verantwortung bringt.

00:24:37: Wenn du etwas verändern kannst, dann stellt sie nicht mehr als Frage ob es unfair ist sondern was möchte ich konkret tun?

00:24:46: Und wenn du nichts mehr verändern kann, bleibt trotzdem eine Entscheidung wie möchte ich ihnen leicht damit umgehen?

00:24:56: Viele Menschen bleiben glaube ich genau dazwischen stehen.

00:25:00: Sie können die Situation nicht ändern, sind aber auch nicht bereit zu loslassen.

00:25:04: Und genau in diesem Zwischentraum entsteht diese sehr anstrengende Energie, die sich oft wie ein inneres Zeichen anfühlt.

00:25:13: Man hängt fest ohne wirklich vorwärts zu kommen und genau das kann unglaublich viel Kraft kosten.

00:25:22: An dem Punkt wird oft unterschätzt, wie wichtig es ist bewusst zu entscheiden worauf man seine Energie ins Fokus richtet.

00:25:31: Nicht jede Ungerechtigkeit auf dieser Welt verdient doch dein mental Fokus.

00:25:37: Ehe, das bedeutet im Fall nicht dass der alles so legal sein soll sondern du forscht anfahren zu priorisieren.

00:25:45: Du forscht auch auszuhälen wo du dich einbringst und wo du bewusst loslässt.

00:25:52: Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Geschichte wo du dir über diese Situation erzählst Denn die Geschichte biflusst direkt, wie du dich fühlst und wie du handelst.

00:26:03: Wenn du dir immer wieder sagst ich bin benachteiligt worden und das Ganze hätte nicht passieren dürfen dann verstärkst du das Gefühl von Ohmacht!

00:26:15: Wenn du hingegen anfarscht Situation anders einzordnen verändert sich nicht unbedingt Realität aber deine Position drin Und genau jetzt entsteht Handigspielraum.

00:26:30: Vielleicht ist das eine der wichtigsten Gedanken überhaupt.

00:26:34: Du musst nicht warten, bis etwas gerecht wird um weiterzugehen.

00:26:38: Du kannst den Schritt auch schon vorher machen.

00:26:49: Ich arbeite noch gerne mit Bildern und um das grieffbar zu machen stelle dir mal die Situation vor.

00:26:56: du gehst aus dem Leben wie auf einer langen Wanderung.

00:27:00: Auf diesem Weg begegnet ihr immer wieder Situationen wo sich unfair anfühlen die nicht gerecht sind.

00:27:07: Jede von dieser Erfahrung ist wie ein Stein auf deinem Wegeleit.

00:27:13: Du kannst noch kurz anschauen, vielleicht innehalten und wohnen, was in dir auslöst?

00:27:21: Und jetzt hast du eine Wahl!

00:27:24: Du kannst den Stein aufheben und ihn in den Rucksack packen.

00:27:28: Vielleicht mit dem Gedanken das er wichtig ist oder dass du ihn nicht einfach so schlägt lassen kannst.

00:27:36: Vielleicht auch weil du das Gefühl hast, dass du deine Geschichte hörst und dich in die Ruhm wirst mitnehmen.

00:27:43: Am Anfang fällt doch das kaum auf.

00:27:46: Entstei mir oder weniger macht doch keinen Unterschied.

00:27:50: Doch mit der Zeit summiert sich das.

00:27:53: Du rucksack wird schwerer Schritt für Schritt ohne dass du es so verbewusst wahrnimmst.

00:28:00: Und irgendwann merkst du, dass jeder Schritt anstrengend wird Nicht unbedingt weil der Weg schwieriger geworden ist, sondern weil du mehr drehst.

00:28:11: Und das Spannende ist dass die meisten Menschen sich selten hinterfragen was sie hier eigentlich alles mit sich umgetragen hat.

00:28:20: Sie haben sich als Gewicht gewöhnt an die Schwere und diese leise konstanten Mitdenken von alten Situationen.

00:28:31: Jetzt entstehen neue Möglichkeiten.

00:28:33: Du kannst zum Beispiel stehen bleiben und davon deinen Rucksack bewusst auszupacken.

00:28:38: Stei für steie!

00:28:41: Und bei jedem Einzel kannst du dir einfache, aber kraftvolle Fragen stellen.

00:28:47: Will ich das wirklich noch mittragen?

00:28:50: Nicht ob es gerecht war, da werde ich falsch fragen.

00:28:54: Nicht ob sie anders laufen hätte.

00:28:57: Sondern ob du heute bereit bist dem Erlebten so viel Raum zu geben.

00:29:04: Und vielleicht stellst du fest, dass es steig ist, die tatsächlich wichtig sind.

00:29:09: Weil sie dich prägt haben oder weil sie ein Teil deiner Geschichten sind.

00:29:15: Andererseits wirst du aber auch warnen, dass viel steigt, wo längst keine Funktion mehr hat.

00:29:22: und genau diese kannst du abliegen nicht weil es plötzlich gerecht worden wäre sondern weil du entscheidest, dass sie dich nicht mehr länger belasten sollen.

00:29:33: Und jetzt passiert doch etwas Entscheidendes.

00:29:36: Der Rucksack wird leichter, nicht weil das Leben einfacher geworden wäre sondern weil du bewusst auswählst was du mit dir umgetragen und was nicht.

00:29:49: Vielleicht ist genau das eine Form von Gerechtigkeit wo du tatsächlich spieflussen kannst?

00:29:55: Nicht im Aussen, sondern dir wo du dich gegenüber selber lebst!

00:30:09: Also... Vielleicht gibt es auch in deinem Leben Situationen, die sich nicht gerecht anfühlen.

00:30:15: Vielleicht sind sie noch aktuell?

00:30:17: Vielleicht liegen sie schon länger zurück und tauchen trotzdem immer wieder auf?

00:30:21: Und vielleicht werden Sie sich auch nie vollständig auflösen!

00:30:26: Die entscheidende Frage ist drum nicht ob etwas gerecht war oder nicht.

00:30:32: Die entscheide Frage ist was machst du heute draus?

00:30:38: Obst du weiterhin mit dir rumtreist oder ob du einen Umgang damit findest, wo dich wieder in Bewegung bringt.

00:30:45: Denn dort entsteht mentale Freiheit.

00:30:49: Nicht im Aussen sondern zwischen deinen Ohren.

00:31:12: Neuig tu ich jetzt nicht mehr ein Spruch suche um etwas zu sagen sondern... Ich habe für mich einen Spruch gekriegt, der zu dieser Podcastfolge passt und die vielleicht jetzt, wo wir fast am Ende sind nochmal ein bisschen zu grübeln bringt.

00:31:27: Was für dich unfair ist ist für jemand anderen endlich gerecht.

00:31:34: Das war's für heute.

00:31:36: Eben schönen und tschüss und weg!

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