Tot von Montag bis Freitag?

Shownotes

In der heutigen Folge von Zwüschat da Ohre räumen wir mit dem modernen Trennungswahn zwischen Job und Freizeit auf.

Darüber sprechen wir in dieser Episode:

– Einleitung: Warum wir für die Work-Life-Balance unser wertvollstes Gut opfern (unsere Zeit) und warum das Konzept ein logischer Totalschaden ist.

– Die Feierabend-Religion: Warum wir den Freitag feiern, als hätten wir eine Haftstrafe abgesessen, und die absurde Romantisierung von Ferien als "Reparaturbetrieb".

– Die historische Falle: Ein Blick zurück ins 19. Jahrhundert. Warum die Stechuhr in der Fabrik von 1850 Sinn ergab, uns in der heutigen Wissensgesellschaft aber mental blockiert.

– Die Zeitmanagement-Illusion: Warum Zeit demokratisch ist, Energie aber der wahre Schlüssel zur Lebensqualität bleibt (und was Kaffee bei den Verwandten damit zu tun hat).

– Das Schweizer Taschenmesser-Modell: Warum du kein Chamäleon bist. Wie wir Rollenkonflikte durch echte mentale Präsenz lösen.

– Integration statt Isolation: Was zufriedene Menschen anders machen und warum Arbeit ein stolzer Teil der eigenen Identität sein darf.

– Fazit: Die Ära der Life-Life-Balance – und die Frage, was auf deinem Grabstein stehen soll.

Zitat der Folge: „Am Ende deines Lebens wird auf deinem Grabstein nicht stehen: 'Er hat seine Excel-Tabellen stets pünktlich abgegeben' – aber es sollte dort auch nicht stehen: 'Er fing erst am Freitagabend an zu existieren'. Gestalte dein Leben so, dass jeder Tag es wert ist, gelebt zu werden.“

Abonniere den Podcast und teile diese Folge mit jemandem, der gerade krampfhaft versucht, seine Waagschalen im Gleichgewicht zu halten, während das echte Leben an ihm vorbeizieht!

Transkript anzeigen

00:00:00: Ciao!

00:00:01: Du lassst die zweiviertigste Folge mit dem Titel «Wären zweivierzig Stunden pro Woche tot» vom Podcast zwischen den Ohren.

00:00:11: In diesem Volk beschäftigt ihr uns mit der grössten Lebenslüge von der modernen Arbeitswelt, mit der Work-Life Balance.

00:00:21: Wir jagen einem Phantom nah und versuchen krampfhaft zwei Welten ausbalancieren wo wir selber erst zum Feind erklärt haben.

00:00:31: In dieser Folge hörst du, warum die Work-Life Balance ein logischer Totalschaden ist und den Job auch zum Leben gehört?

00:00:40: Warum der Viehrarbeit zur Ersatzreligion mutiert ist und mir unsere beste Jahr auf das Wochenende verschiebt?

00:00:48: Wieso das Zeitmenschment völlig überschätzt wird und einen Samstagausflug zu Ikea dich brutaler leer sucht als acht Stunden im Büro?

00:00:57: und wie die echt Alternativen aussehen.

00:01:00: Die Life-Life Balance der Fokuspräsenz statt künstlicher Training.

00:01:06: Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie du diese Stechhauer im Kopf endlich abschalten kannst?

00:01:11: Wenn du keinen Bock mehr hast, dich vom Mantig bis zum Freitag in eine statische Leichte durch die Woche zu schleppen, dann ist dir die Episode vielleicht ein Befreiungsschlag!

00:01:22: Unter anderem gehörst du nämlich die folgende Aussage in diesem Podcast Wir taubten Implicit, Arbeit ist das Gegenteil von Leben.

00:01:32: Ich wünsche dir gute Unterhaltung und vielleicht eine kleine Inspiration!

00:01:56: um mir zuzulassen.

00:02:03: Deine Zeit?

00:02:04: Ja, genau darum soll es in dieser Folge gehen!

00:02:08: Ich rede über ein Thema, das so allgegenwärtig ist wie schlechtes Wetter beim Grillieren oder die jährliche Steuererklärung.

00:02:16: Ein Thema, bei dem wir alle nicken als hätten wir diese absolut erleuchtigt beachtet wenn wir uns gleichzeitig völlig unbewusst in der Wand treiben.

00:02:27: Es geht um den heiligen Graal von der modernen Arbeitswelt Die legendär oft kopiert und niemals wirklich erreicht Work-Life Balance.

00:02:38: Schließe doch bitte kurz mal deine Augen, aber nur wenn du nicht gerade Auto fährst oder schwere Maschinen bedient, dann palt zu hoffen.

00:02:48: Aber schließe die Augen und stelle dir einmal die berühmten Wagen vor.

00:02:53: Auf der linken Seite liegt ein Fiesenmonster Arbet.

00:02:57: Es schmeckt nach Excel Tabellen lauwarmen Bürokafi blören, schlecht gluntig vorgesetzt und dringende Deadlines, die schon gestern abgelaufen sind.

00:03:10: Und auf der rechten Seite liegt ein strahlender Glitzender Leber.

00:03:15: Es schmeckt nach Pinacolada am Strand, duftet noch frisch gemäht im Gras am Wochenend auf der Wanderung, klingt nochmal tiefenentspannter Yoga um... und sieht aus wie ein endlosen Instagram-Feed im Sonnuntergang.

00:03:33: Wir haben gelernt, unsere einzige Aufgabe im Leben ist es, dass die beiden Schale in perfekter Gleichgewichtshalte.

00:03:40: Wenn die Linkseite sinkt, müssen wir rechts sofort etwas mehr Aufmerksamkeit, einen Sabbatikel oder mindestens drei Schaumbäder nachwerfen um den Untergang abzuwenden.

00:03:52: Klingt logisch, oder?

00:03:53: Ein wunderbares Konzept!

00:03:56: Es gibt auch nur ein winzig, kleines Problem.

00:04:00: Es ist kompletten Schwachsinn!

00:04:03: Es ist sprachlich und logisch ein Totalschaden.

00:04:07: Wenn wir nämlich ganz nüchtern und ohne die Rosenroth Wellnessbrille auf den Begriff schauen, merken wir sofort was für einen gefährlichen Denkfehler wir hier seit Jahrzehnten mitschlitten.

00:04:19: Wir sagen Work vs Life.

00:04:23: Wir setzen Arbeit also in die direkte Ringkampf gegen das Leben.

00:04:28: Und damit treffen wir, ohne es zu merken eine absolute radikale Aussage!

00:04:34: Wir kaupten implizit, Arbeit ist das Gegenteil von Leben.

00:04:39: und jetzt kommt meine erste provokante Frage dieser Folge.

00:04:45: Sag mal was tust du eigentlich in diesen acht, neun oder sogar zehn Stunden, wo du jeden Tag in deinem Job verbringst?

00:04:52: Bist du hier in einer Art biologischen Kommen?

00:04:56: Stellst du morgen beim Anfall deinen Puls auf Standby und reaktivierst deine Organe erst wieder beim Verlangen vom Büro.

00:05:04: Natürlich nicht!

00:05:06: Die Zeit ist dein Leben, es sind deine Herzschläge, deine Kirnzellen, deine Lebensjahre.

00:05:14: Wer die Work-Life Balance predigt liefert eigentlich nur ein sehr trauriges Eingeständnis.

00:05:22: Er oder sie gibt offen zu, dass der Job absolut nicht zu seinem Leben gehört.

00:05:28: Es ist Kapitulation von der eigenen Zeit-Teilung, verpackt in ein fancy Management World.

00:05:42: Wir haben uns als moderne Gesellschaft auf einem extrem bizarren Jahr schon fast Schizophrenie erzählen geeinigt.

00:05:50: Sie lutet?

00:05:51: Darum wird es dir dunkelschmerzhaft aber leider notwendig.

00:05:55: pflicht Und Freizeit ist die heilige, glückselig Belohnung.

00:06:01: Wir haben das Leben aufteilt wie ein billiges Trüggangmenü.

00:06:04: Bei diesem Vorspiss und der Hauptgang absolut ungenüssbar sind wir uns aber wie verrückt auf den Dessert freuen.

00:06:13: Ja, das führt dazu dass das echte Leben angeblich erst nach Vierabend anfällt.

00:06:21: Hast du dich schon mal selber dabei ertappt wie du am frittigen Morgen zu Büro gekommen bist?

00:06:26: Kollege Trifsch und der Erstsatz lutet, Gott sei Dank!

00:06:30: Bald haben wir es geschafft.

00:06:31: Bald ist Wochenende.

00:06:33: Wir zelebrieren den Freitag als hätten wir gerade eine nachtjährige Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis abgesessen.

00:06:41: Der Feiraubend ist zu unserem modernen echten Religion mutiert.

00:06:47: Wir pressieren zu Hause, werfen die unbequemen Jeans in den Ecken, ziehen die heiligen Jockingshause an und verfallen ihnen eine Art Schockstarre auf dem Gucci.

00:06:58: Das ist doch das wahre Leben, was wir die ganze Woche darauf gewartet haben.

00:07:04: Merkst du eigentlich schon?

00:07:06: Die Ronin!

00:07:07: Wir opferen fünf Tage für unsere Woche um unseren zweiten Tag.

00:07:11: der Fotzer holen, dass wir uns fünf Tage geopfert haben.

00:07:14: Da ist kein Lebensmodell... Das ist ein mathematischer Totalschaden.

00:07:22: Und das Ganze wird noch top durch die kollektive Romantisierung von Ferien!

00:07:28: Ferien sind heute nicht mehr einfach ein paar Tage ohne Wecker?

00:07:32: Nein, Ferien haben der ultimative Reparaturbetrieb für den Rest des Jahres.

00:07:38: Wir verlangen von diesen magischen zwei oder drei Wochen im Sommer, dass sie bitte schön all den psychischen und physischen Raubbau wieder gut machen, die wir uns in den letzten elf Monaten angeht.

00:07:51: Wir schleppen uns mit letzter Kraft am halben Burnout nach um eine dicke Erkältung im Anflug – weil der Körper merkt das endlich krank sein darf – zum Flughafen geht!

00:08:05: Wir fliegen um die Hallwelt, leckern uns an den Strand und befehlen uns selber.

00:08:10: So!

00:08:11: Jetzt entspann dich gefälligst los.

00:08:13: du hast dafür zahlt Und wenn die Fähre dann fertig sind posten wir auf Instagram ein Bild mit dem Text take me back und fangen am ersten Arbeitstag wieder an die Woche bis zum nächsten Ausbruch zu zählen.

00:08:28: Wir verschieben unsere beste Jahr, unsere wertvollste Energie systematisch auf später.

00:08:34: Wir leben in einem permanenten Wartezustand.

00:08:38: Wenn das Projekt vorbei ist, dann lebe ich!

00:08:41: Oh, wenn ich endlich befördert worden bin, dann bin ich glücklich... ...wenn ich endlich pensioniert bin, vornean von zu geniessen.

00:08:51: Spoiler Alert?

00:08:53: Wer das Leben auf später verschiebt, stellt am Ende oft fest, dass das Später sehr schnell vorbei ist.

00:09:07: Um zu verstehen, wie wir in die geistige Sackgasse geraten sind, müssen wir das Rad der Zeit den ganzen Stück zurückdrehen.

00:09:15: Wir müssen hier reisen, wo der ganze Trainingswahn seinen Ursprung hat – in die Industrialisierung des neunzehnten Jahrhunderts.

00:09:23: Stell dir vor du bist ein Fabrikarbeiterin im Jahr eighteenundfünfzig.

00:09:30: Du stehst vierzehn Stunden am Tag in einer Lute Ruhesverschmierte Halle am Flüssband und klopft im Sekundentakt mit einem schweren Hammer auf glühendseisen.

00:09:41: Wenn du kurz und nachts zusammen bist, ist der Finger ab!

00:09:44: Wenn du krank bist, fliegst du raus!

00:09:48: Die Arbeit ist rein physisch extrem monoton und prankförlich... In diesem historischen Kontext ist der Findung von Freizeit vom acht-Stunden-Tag unter strikter Training zwischen Arbeitszeit und Privatleben eine absolute Meisterleistung der Menschheit gewesen.

00:10:07: Es war ein reines Schutzgedanke.

00:10:10: Es ging buchstäblich darum, einen menschlichen Körper vor dem physischer Verschleißer und dem sicheren Tod zu bewahren.

00:10:19: Wenn die Arbeiterfabrik Verlohen und ausgestempelt haben, ist er physisch weg.

00:10:25: Maschinen sind dort geblieben, die Arbeiter stehen dort.

00:10:30: Er ging heim in sein Leben um Muskel zu regenerieren und am nächsten Tag wieder funktionieren zu können.

00:10:37: Die Arbeiter steht der Feind von der Gesundheit gewesen.

00:10:41: Freizeit war ein Atel-Lebensreiter.

00:10:44: Der Glas klar logisch und überlebensnotwendig.

00:10:49: Aber jetzt kommen wir wieder zurück, gibt's da uns jetzt willkommen in der westlichen Wissens- und Dienstleistungsseltschaft vom XXI Jahrhundert.

00:10:59: Die meisten Füße klopfen heute keine Glühendseisen mehr.

00:11:02: Unser schwersten Arbeitsgerät ist Computermaus und unsere grösste körperliche Gefahr im Büro ist ein steifen Nacken auf dem schlechten Bürostuhl oder zu Verbrennen von der Zunge an den Suppen in den Kantinen.

00:11:15: Trotzdem haben wir die uralten Schutzgedanke aus der Fabrikzeit ein, zweis übernahm und in psychologisch völlig aufblasen.

00:11:23: Wir haben die Arbeit pauschal zu unserem existenziellen Feindbild erklärt.

00:11:30: Ja... Schau dir doch mal an weil sprachliches Monster mir geschaffen hat!

00:11:36: Ich muss schaffen.

00:11:38: Das klingt jedes Mal so als würde man in Kettenkleid auf einer römischen Galerie treiben um bis zum Beidscheherb zu rodern.

00:11:47: Durch die Permanente brauche ich anwärtig, konditioniert mir unser Hirn auf eine reine Opferhaltung.

00:11:55: Wir redet uns jeden Tag aufs Neue ein, dass es Stunden zwischen neun und fünf gestohlen in Lebenszeit ist.

00:12:02: Das Konzept, das uns einst vor einer physischen Zerstörung geschützt hat sollen, schießt heute völlig übers Ziel raus!

00:12:10: Es zerstört unsere mentale Zufriedenheit, weil uns eingeredet wird dass wir ein grosses Teil unserem Leben im feindlichen Territorium verbringen müssen.

00:12:27: Was tun wir also um das vermeintliche Drama zu lösen?

00:12:31: Richtig!

00:12:32: Man kauft uns Bücher über Zeitmanagement.

00:12:35: Wir abonnieren Produktivitätsapp und blocken uns farbige Quadrate im Google Kalender.

00:12:42: Da steht in DINNA eine Aktien-Uhr- bis Achtzenuhr-Dreißig-Achzammkeitsmeditation.

00:12:48: Gefolgt von Achtzehrdreißk bis Neunzehnfünfzehn Qualititeim mit dem Partner und um einzwanzig Uhr gnadenlose spontane Kreativitätsphase.

00:13:00: Wir versuchen, uns das Leben wie ein Logistikunternehmen zu führen.

00:13:04: Wir optimieren die Minuten als wären wir Paketzusteller auf der Jagd nachher bestzeit.

00:13:12: Ich verrate dir jetzt einmal ein Geheimnis, dass die ganze Coaching-Industrie in der Rhine treiben könnte.

00:13:18: Die Zeitmanagement wird massiv überschätzt.

00:13:22: Zeit ist eine rein mathematische Größe – es ist absolut demokratisch!

00:13:29: Jeder von uns hat genau vierzwanzig Stunden Zeit pro Tag.

00:13:33: Der Elon Musk, der Papst, die Netta am Supermarkt kassen und auch du... Der entscheidende Faktor für deine Lebensqualität ist nicht die Zeit, sondern die Energie.

00:13:48: Machen wir doch einfach einmal ein Gedankenexperiment um das zu beweisen.

00:13:53: Stell dir vor du arbeitest zwei Stunden an einem Projekt wo dich brennend interessiert.

00:13:59: Du verstehst dich blendet mit den Kollegen und Kolleginnen.

00:14:02: Ihr lacht.

00:14:03: ihr habt eine geniale Idee.

00:14:05: ihr seid voll im Flow.

00:14:08: Und wie fühlst du dich nach diesen zwei Stunden?

00:14:11: Du bist Energie geladen, du sprügst vor der Tat der Drang.

00:14:15: Du könntest Bäume ausreisen!

00:14:18: Und jetzt, das Gegenteil... Du hast zwei Stunden lang Freizeit.

00:14:24: Du sitzt beim obligatorischen Sonntagskaffee bei deiner Familie wo du eigentlich gar nicht mehr so interessiert bist.

00:14:33: Es läuft immer zugleichen.

00:14:35: Was habe ich gemacht die Woche?

00:14:36: Was hast du gemacht diese Woche?

00:14:39: Was macht gerade Tante Erna mit ihrer Krankheit?

00:14:42: und warum ist früher alles besser gewesen?

00:14:46: Wie fühlt Studi nach den zwei Stunden Freizit, eventuell leergesaugt, mental tot und rief für die Intensivstation.

00:14:58: Merkst du

00:14:58: etwas?!

00:14:59: Die zwei Stunden Arbeit hat ihr fast Energie gegeben!

00:15:03: Die zwei Stunde Freizeit habt ihr Energie genommen!

00:15:07: Es ist also ein Fatale Trugschluss zu glauben, dass uns Freizeit automatisch aufladt und Arbeit uns automatisch entladt.

00:15:17: Wir müssen aufhören unsere Tage stumpf in Stunde einsteilen und stattdessen anvollzanalysieren welche Tätigkeit unsere inneren Batterien erfüllt und welchen sie leer saugen.

00:15:30: Und das hat absolut nichts mit künstlichen Grenzen zwischen Job- und Privatleben zu tun!

00:15:35: Es gibt näher anstrengende Freizeitaktivitäten.

00:15:40: Ich sage nur, geh nochmal mit deiner Frau im Samstag zu IKEA und es gibt unglaublich erfüllende energetisierende Arbeitsmomenten!

00:15:57: Ein weiterer Denkfehler der Work-Life Balance ist die Idee dass wir zwei verschiedene Menschen sind wo man süberlich voneinander trennen kann Als gebt es den Arbeitstefan, der morgens seinen Anzug anleiht, völlig humorlos e-Mailstip und emotionslos Meeting leidet.

00:16:17: Und der Privatstefan die am Abend Lederjacke überwirft, witzreisst und liegenschaftlich gern Gitarren spielt!

00:16:24: Hey das ist doch Wahnsinn.

00:16:26: du bist doch kein Chameleon wo alle paar Stunden seine komplette Persönlichkeit austauscht.

00:16:32: Du bist immer noch der gleiche Mensch.

00:16:36: Statt in dieser starken, feindlichen Lebensbereich zu denken, sollte man doch auch von uns selbst als Träger von verschiedenen Rollen begriffen.

00:16:46: Stell dir dich selber vor wie ein Schweizer Sackmesser!

00:16:50: Du hast verschiedene Werkzeuge eingebaut wo du je nach Situation ausklappen kannst.

00:16:55: Du hast die Rolle vom Brustbetätigen, die Rolle des Partner-Partners vielleicht auch vom Elternteil oder der Freundin Vom Sportler von Vereinsmitgliedern oder einfach die Rolle vom Genüsser.

00:17:09: Schöner von diesem Modell ist, keine dieser Rolle ist ein Feind der anderen.

00:17:14: Sie alle gehören zu dir – sie alle bildet deine Identität!

00:17:21: Der vermeintliche Work-Life-Konflikt unter dem man mir so oft leidet, ist doch in Wahrheit eine reine Rollekonflikte und diese entstehen fast immer durch mangelnde Präsenz.

00:17:33: Wenn du z.B.

00:17:34: am Abend mit deinen Kindern auf dem Teppich kommst und Lego baust, aber deine Hand alle zwei Minuten heimlich zum Smartphone wandert um zu checken ob der Kund schon das Angebot geantwortet hat, dann lidest du.

00:17:49: Warum?

00:17:49: Weil du körperlich in den Vater- oder Mutterroller steckst gedanklich aber noch im Kostüm vom Account Manager fest sitzt.

00:17:59: Du bist nie richtig!

00:18:01: Du bist ein Geist.

00:18:03: Die permanent mental Anwesenheit ist das, was wirklich zu tiefst erschöpft.

00:18:10: Wir sitzen im Büro und starten sehnsüchtig aus dem Fenster während wir uns ausmalen wie schön es jetzt wäre am Strand zu liegen.

00:18:18: Und wenn man dann endlich am Strand liegt starren wir aufs Meer und macht uns panisch Sorge darüber ob das Projekt daheim gerade am Kollabieren ist.

00:18:28: Wir sind irgendwie ein Meister drin genau nicht derzeit wo wir gerade sind.

00:18:34: Wir romantisieren Freizeit, wenn wir arbeiten.

00:18:37: Und wir vergiften Freizeits mit den Sorgen der Arbeit.

00:18:41: Das Geheimnis von echter Zfriedenheit liegt nicht darin, die Rolle perfekt voneinander zu isolieren sondern darin die Rolle, die mir jetzt gerade gewählt hat, mit hundert Prozent Präsenz auszufielen.

00:18:55: Wenn du schaffst, dann schaff's!

00:18:57: Wenn du am arbeiten bist, dann Schaff hergeht nochmal mit dem vollen Fokus Und wenn du vier Arbeit machst, klappt der Laptop zu und lässt die E-Mails sein.

00:19:08: Bis voll und ganz dieser Mensch, den du in diesem Moment wirklich sein willst.

00:19:12: Schauen wir uns doch mal die Menschen an, die scheinbar mühelos durchs Leben gehen.

00:19:25: Diejenigen, die unglaublich erfolgreich im Beruf sind aber gleichzeitig entspannt fit und glücklich wirken.

00:19:33: Was ist denn eigentlich deren Geheimnis?

00:19:35: Haben sie eine geheimen App?

00:19:37: Hat jeder ultimative Time-Management Hack erfunden?

00:19:42: Nein.

00:19:43: Sie haben einfach das Konzept der Training komplett über Borgworfen.

00:19:47: Sie suchen keine Isolation, sie suchen Integration.

00:19:53: Für diese Menschen ist ihre Arbeit ein ganz natürlicher stolzer Teil ihrer Identität.

00:20:00: Sie sehen ihren Job nicht als lästiges Lösegeld, das sie jede Woche an das Leben zahlen müssen um am Wochenende ein bisschen Freizeit freizukaufen.

00:20:10: Sie haben verstanden, dass es ihnen etwas geben kann was die Freizeiten oft nicht bieten kann Struktur Das Gefühl von Wirksamkeit zum Meister der Herausforderungen Soziale Zusammenkörigkeit und ja auch Sinn.

00:20:28: Kann ein ungeliebter Job Teil von unserem gelungen Leben sein?

00:20:32: Absolut.

00:20:34: Wenn ich weiss, warum ich das mache und sehe es im schlimmsten Fall nur damit meine Familie ein schönes daheim hat, dann bekommen wir selber die monotonste Tätigkeit einen Sinn.

00:20:46: Dann bin ich kein Sopfer mehr sondern ein bewusster Gestalter.

00:20:52: Zufrieden Mensch erlaubt sich flexibli flüssende Übergänge.

00:20:55: Sie haben kein Problem damit am Sonntagabend mal eine Stunde lang entspannt E-Mails beantworten, weil sie ihnen den Mäntig Stress nimmt.

00:21:05: Im Gegenzug – und das ist wichtig – im Gegenzug haben sie dann aber auch kein schlechtes Gewissen am ziestigen Mittag bei Strahlen im Sonne-Schi für zwei Stunden in Baditz gehen, weil der Kopf gerade voll ist.

00:21:17: Sie zählen keine Stunden.

00:21:19: Sie orientieren sich an Ergebnisse unter ihrem eigenen Wohlbefinden.

00:21:25: Sie haben verstanden, dass die Idee Arbeit sei nur Mittel zum Zweck eine gefährliche Anwertung ihrer eigenen Existenz ist.

00:21:33: Sie weigert sich fünf Tage lang ein Masken zu tragen und nur um einem Wochenende sich selber sein zu dürfen.

00:21:48: Wir kommen langsam zum Schluss unserer heutigen Gemeinsamerei.

00:21:52: Und ich möchte ihr radikale Alternative zum klassischen Vorgmodell vorschlagen!

00:21:59: Vergiss die Wirk-Live Balance.

00:22:01: Strich das Wort am besten komplett aus dem Wortschatz!

00:22:05: Das neue Konzept, den wir brauchen, heisst Life-Life Balance.

00:22:10: Es geht nicht darum, das Leben gegen Arbeit auszupalanzieren.

00:22:14: es geht darum, dein gesamtes Leben so zu gestalten dass dich nährt statt dich auslaugt.

00:22:21: Dann machen wir uns nichts vor.

00:22:23: Wer ständig Balance sucht hat vielleicht schon das Gleichgewicht verloren.

00:22:29: Wenn du jeden Tag wie ein Seiltänzer über dem Abgrund schwäbst und panisch Angst davor hast, dass eine unerwartete Überstunde dich im psychischen Abgrund stürzt, dann stimmt nicht deine Balance nicht.

00:22:43: Dann stimmt das Fundament von deinem Leben nicht!

00:22:47: Und hör dir auf Fragen, wie viel weniger man sich schaffen muss um endlich glücklich zu sein?

00:22:53: Das ist die Frage eines Gefangenes, der über die Höhe des Gefängnismuders verhandelt.

00:23:01: Was soll ich in meinem Leben überhaupt Platz haben?

00:23:03: Weil ich Rollen möchte, mit Stolz und Freude ausfüllen.

00:23:07: Weil die Tätigkeit – egal ob im Job oder in der Freizeit – gebt mir wirklich Energie!

00:23:13: Und von welnen möchte ich mich ganz bewusst verabschieden.

00:23:17: Es geht im Leben wirklich nicht darum weniger zu tun.

00:23:20: Es geht darum, das Richtige zu tun Und zwar mit vollem Herzen und voller Präsenz.

00:23:45: Ich schließe für heute mit meiner momentan absoluten Lieblingsfrage.

00:23:50: Die darfst auch gerne als mentaler Kaugummi in deine Tage nehmen, in die nächste Meeting oder auf Gucci.

00:23:56: Wenn Arbeit und das Leben ab heute keine Gegner mehr werden?

00:24:02: Was würde sich genau jetzt in diesem Moment in deinem Denk verändern?

00:24:08: Schön, dass du bist hierher gelost hast!

00:24:11: Wenn dir diese folgenschmunzeltes Gesicht zaubert hat und dich vielleicht sogar ein bisschen ertappt hast Verzähl Leute in deinem Umfeld von diesem Podcast.

00:24:21: Das war für heute.

00:24:23: Eben schönen und weg!

00:24:27: Zwischen den Ohren, der Podcast für mentale Stärke und eine gesunde Lebensinstellung.

00:24:37: Von und mit dem Mentalcoach.

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