Termin-Nator
Shownotes
In der 43. Folge von Zwüschat da Ohre stechen wir mitten in ein herrliches Wespennest der modernen Gesellschaft: den vermeintlich chronischen Zeitmangel. Auch ein Mentalcoach ist vor menschlicher Inkonsequenz nicht gefeit, aber heute räumen wir radikal auf. Leg das Smartphone an die Seite (ausser du hörst gerade darüber 😉), atme tief durch und lass uns die Komfortzone fachgerecht zerlegen. ⏱️ Die Kapitel der Folge
– Intro & das Snooze-Geständnis: Auch Mentalcoaches kämpfen mit der morgendlichen Inkonsequenz.
– Kapitel 1: Die grosse Illusion der tickenden Uhr: Warum Stress zum absurden Statussymbol mutiert ist und weshalb Zeit radikal demokratisch verteilt ist.
– Kapitel 2: Was wir wirklich meinen – Das verbale Feigenblatt: Der Code hinter „Keine Zeit“ und warum „Später“ der am meisten überfüllte Friedhof unserer Träume ist.
– Kapitel 3: Der Kalender lügt nie: Der unbarmherzige, kalte Blick in deinen echten Alltag. Was sind deine realen Prioritäten?
– Kapitel 4: Die Zeitfresser und das chronische Ja-Sagen: Digitale Dopaminkicks vs. langfristige Lebensziele. Und: Warum ein Energiemangel oft fälschlicherweise als Zeitmangel betitelt wird.
– Kapitel 5: Die Sprache der Verantwortung: Wie der Wechsel von „Ich habe keine Zeit“ zu „Ich nehme mir keine Zeit dafür“ dich sofort zurück auf den Fahrersitz deines Lebens holt.
– Fazit & Die Aquarium-Metapher: Die grossen Steine, die Kiesel und der Sand. So programmierst du deinen Fokus neu.
💡 Kern-Erkenntnisse aus dieser Folge:
Es gibt kein Zeitproblem. Wir haben ein massives, chronisches Entscheidungsproblem.
Der Kalender lügt nie. Deine investierte Aufmerksamkeit zeigt deine wahren Prioritäten – nicht das, was du lauthals behauptest.
Sprache formt Realität. Streiche „Ich habe keine Zeit“ und ersetze es durch die radikale Ehrlichkeit: „Es hat für mich gerade keine Priorität.“
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ciao!
00:00:01: Du lassest dir die ¾ Folgen mit dem Titel Terminator vom Podcast zwischen Toren.
00:00:09: Ich hake hier vor meinem Mikrofon und habe heute Morgen ganz ehrlich gesagt, auch drei Mal aufs Nuss-Taste druckt von meinem Radio weg.
00:00:19: Und ich wollte mir weiss machen, dass mir Zeit für das morgendliche Meditieren heute einfach fehlt... Ja, und du kürst richtig.
00:00:28: Auch ich als Mentalcoach bin nicht vor der eigenen menschlichen Inkonsequenz gefeiert.
00:00:34: Aber genau darum geht es mir heute.
00:00:37: Ich nehme die absolut heilige Kurvor Der vermeintliche chronische Zeitmangel.
00:00:44: Legt doch einmal dein Handy weg.
00:00:45: ja ausser du lässt gerade den Podcast über das Handy aber sonst legts dich mal für die nächsten zehn Minuten ganz bewusst weg schnuff durch.
00:00:55: Und jetzt lasst uns gemeinsam in das herrlich wunderbare, unbequeme West-Benest stechen.
00:01:01: Unter anderem kürst du folgende Aussage im Podcast Wir haben kein Zeitproblem.
00:01:08: Ich wiederhole das gerne!
00:01:10: Wir haben absolut keine Zeitproblem!
00:01:13: Ich wünsche dir gute Unterhaltung und vielleicht eine kleine Inspiration Zwischen den Ohren Hand aufs Herz.
00:01:38: Wie oft hast du einen Satz in den letzten Wochen gesagt, murmelt oder mindestens denkt?
00:01:44: Du ich würde gerne wieder mal ins Fitnessstudio gehen.
00:01:48: Ich würde gern wieder meiner Kreativität freie Lauf lassen oder meine Tante im Altersheim endlich mal anrufen.
00:01:57: Oder die blöde Steuerklärung fertig machen, aber ich habe einfach keine Zeit.
00:02:06: Wow!
00:02:06: Das klingt doch wunderbar legitim.
00:02:09: Es klingt beschäftigt und wichtig.
00:02:13: Und es klingt nach einem ausgefüllten dynamischen Leben in High Performance Modus.
00:02:19: Wenn wir sagen, dass wir keine Zeit haben Dann schwingt immer der Subtil Unterton mit, ich bin so gefragt.
00:02:27: Die Welt reisst sich um mich!
00:02:29: Mein Leben ist ein einziges, riesiges Abenteuer und ich schon leer permanent mit brennenden Ketten sagen.
00:02:36: Wenn dich auf dem Eirad über eine Gespannsseil balanciert?
00:02:40: Ja... Es ist die ultimative Ausrede von der Moderne.
00:02:44: Die Statussymbol schlechthin mit dem wir uns gegenseitig auf Partys oder bei einem Business-Lunch über die Runde verwenden.
00:02:52: Wer am wenigsten Zeit hat, hat scheinbar im kapitalistischen Gesellschaftsspiel gewonnen – für mich ein grandioser Irrtum!
00:03:02: Aber lassen wir uns das ganze Mal mit der kühlen mathematisch präzision betrachten, wie wir das in der Schweiz mit unseren Urwerken so gerne tun?
00:03:11: Die Zeit ist die einzige Ressourcen auf diesem Planet die absolut bedingungslos und radikal demokratisch verteilt ist.
00:03:20: Es gibt keine soziale Ungerechtigkeit beim Ticken der Uhr.
00:03:25: Elon Musk, Bundesrätin Bern, der amtierende CEO von einer weltweiten Grossbank, die alleinerziehend Mutter von drei Kindern, der Chemifäger und du – ihr alle bekommt jeden Tag exakt die gleich menge Zeit geschenkt!
00:03:43: Tausend, vierhundertvierzig Minuten oder sagen und schreiben Sechsundachtzigtausend Vierhundert Sekunden.
00:03:53: Jeden Morgen, wenn der Wecker lütet wird dieses Zeitkonto bedingungslos auf genau diesen Stand zurückgesetzt.
00:04:00: Es gibt keine Inflation auf die Zeit.
00:04:02: Man kann sie nicht an den Kryptobörsen handeln Man kann es nicht in den Finster Kälter tun Und man kann bei der Hausbank kein Überzeugungskredit für ein paar zusätzliche Lebenssekunde beantragen.
00:04:15: Die Zeit verfallt eine Mende vom Tag ungenutzt, wenn man sie nicht fühlt.
00:04:20: Es ist unbarmherzig-flüchtig!
00:04:24: Wenn wir also alle exakt den gleichen Rohstoff zur Verfügung haben... Wie kommt es denn?
00:04:30: bitte schön, dass manche Leute in diesen vierzehn Stunden ein Weltwitzimperium steuern, drei Bücher schreiben und täglich meditieren?
00:04:39: Und trotzdem noch die Zeit für einen Ausgibungsentspannes Abendessen mit ihren besten Freunden und Freundinnen
00:04:45: erfindet?!
00:04:46: Und dann schafft es kaum, die dreckige Wäsche in den Rummen zu befördern ohne einen akuten näherlichen Zusammenbruch zu erleiden.
00:04:55: Die Antwort ist simpel und wahrscheinlich auch schmerzhaft.
00:04:59: Es ist ein mathematischer Totalschaden in unserer subjektiven Wahrnehmung.
00:05:04: Wir haben kein Zeitproblem.
00:05:07: Ich wiederhole das gerne!
00:05:09: Wir haben absolut kein Zeit-Problem.
00:05:12: Wir haben ein massives, chronisch und zu tiefst feigs Entscheidungsproblem.
00:05:18: Die Unterstellung entsteht nicht durch Quantität der Zeit, die wir zur Verfügung haben sondern durch Qualität von unseren täglichen Entscheidungen durch unsere Einganglinge verpflichtigen und vor allem durch unsere unbewussten Prioritäten.
00:05:35: Ein paar Menschen haben scheinbar mehr Zeit weil sie gelernt haben die brutal Währung der Konsequenz der Priorisierung zu nutzen.
00:05:44: Sie wissen ganz genau, dass jedes Jahr zu unserer Sache automatisch ein schmerzhaftes Lutz und definitiv das Nei zu tausend anderen toller Sachen ist.
00:05:57: Wenn du also zunächst einmal behauptest, du hast keine Zeit, dann lügst du im Grunde die Nackt-Mathematik von der menschlichen Existenz.
00:06:07: Du tust so, als ob das Universum sich ganz persönlich gegen dich verschworen hätte und dir heimlich ein paar kostbare Stunden aus der Tasche gestohlen hat, wenn du zählig geschlafen hast.
00:06:19: Spoiler Alarm von deinem Mentalcoach?
00:06:21: Dann tut sie nicht!
00:06:23: Durantecken für uns alle gleichmäßig – gleichgültig, präzis und unaufhaltsam bis zum letzten Ton.
00:06:39: Was meine ich denn also wirklich, wenn wir die magischen Formeln?
00:06:43: Ich habe keine Zeit aussprechen.
00:06:48: Lass uns die Maske der gesellschaftlichen Höflichkeit einmal ganz genüsslich und ohne Betäubung aber reisen!
00:06:55: In ninety-five Prozent von den Fällen ist dieser Satz ein fein gewählter Code.
00:07:01: Ein sprachliches Schutzschild, wo man primär Darum benutzen, um nicht unhöflich desinteressiert, arrogant oder schlichtweg Stinkfühl zu wirken.
00:07:12: Stell dir mal folgendes Szenario vor.
00:07:15: Ein alter Bekannter, sage mir immer Thomas, begegnet ihr auf der Strasse und fragt dich mit leuchtenden Augen.
00:07:22: Du, wenn man nächste Woche nicht wieder ein Bier zusammen trinken kann und alte Geschichten auffärmen.
00:07:29: Du schaust nah an, denkst an dein gemütlicher Kutschi daheim und antwortest blitzschnell.
00:07:34: Du, ich würde ja wahnsinnig gerne.
00:07:37: Aber ich habe einfach keine Zeit und mein Terminkalender platzt aus allen Nöhten!
00:07:42: Was sagst du in diesem Moment eigentlich wirklich auf der Metabene?
00:07:47: Du sagst... Liebe Thomas, das Treffen mit dir ist mir schlichtweg zu wenig wichtig.
00:07:53: Zu Gucci, meine Jogginghose, ein Lauwarm mit Pizza Und stepperte Stare in die weisse Decke von meinem Wohnzimmer haben es in meiner aktwellen internen Rangliste einen deutlich höherer Stellenwert als ein Gespräch mit dir.
00:08:09: Aber das können wir natürlich nicht sagen!
00:08:12: Stell davor, wie das klingen würde?
00:08:14: Nein Thomas ich möchte nicht kommen weil mir meine verbliebendes Lebensenergie schade ist um sie mit deinen endlosen Geschichten über deine neue Modelle Eisenbahn oder deine Achselschmerzen zu verschwenden.
00:08:29: Das gibt einen tiefen Kratz im sozialen Getrieb und sorgt für sofortige Eiszeit.
00:08:34: Deshalb ist, ich habe keine Zeit, der gesellschaftlich am besten akzeptierte Joker überhaupt.
00:08:42: Er ist die ultimativ unachtfächbare Ausrede, weil er uns so wunderbar als passives Opfer von den äußeren Umständen darstellt.
00:08:51: Man würde ja so gerne aber acht Schicksal der Böschef, die Böswirtschaft verpflichtigen.
00:08:58: Wir wäschen unsere Hände in den Kollektiv für Unschuld!
00:09:02: Es schützt uns sensibler Ego und er schützelt das Gefühl von anderen – zumindest scheinbar auf diesen Blick.
00:09:10: In Wahrheit ist es aber nichts anderes als ein feiger Akt von sozialer Bequemlichkeit.
00:09:17: Wir scheuen die geringste Aufwärmung der echten Ehrlichkeit Wir scheuen die Potenziellkonfrontation und wir scheinen vor allem die Vollverantwortung für unsere eigenen individuellen Präferenzen.
00:09:32: In dieser grossen Fette Ausrede verstecken sich kleine hinterhaltige Komfortzonenwächter vom inneren Schweinehund.
00:09:41: Wir sagen uns selber, ich mache dir Weiterbildung wenn es im Geschäft wieder ruhiger wird oder nach der Sommerfähre starte ich dann aber wirklich mal durch mit diesem Diät Oder mein absolut lieblingsklassiker.
00:09:56: Wenn das ein grosser Projekt erst einmal erfolgreich abgeschlossen ist, dann kümmere ich mich intensiv um meine Gesundheit und meine Mentalbalance.
00:10:07: Ich sage euch als Metallcoach Eis in aller Deutlichkeit.
00:10:11: Später ist der meist überfüllte, überlastete Ort auf dem Planeten.
00:10:18: Dort treffen sich alle guten Vorsätze, alle ungenutzten Fitnesshabo Alle angefangenen Spannesprachkurs und all die tiefgründigen Gespräche, die wir eigentlich schon längst führen mussten.
00:10:31: Später ist der gigantische Friedhof unseren Träumen wunderschön dekoriert mit welchen Blumen von uns täglich ausreden.
00:10:41: Wenn man immer nur auf den absolut perfekten Moment wartet An dem der Terminkalender komplett lehrt die persönliche Energie maximal und die Motivation unendlich hoch ist, dann können wir uns eigentlich gerade einsorgen lassen.
00:10:57: Der Moment gibt es nicht!
00:11:00: Hätte es nie gegeben und wird es nie geben.
00:11:03: Er ist eine psychologische Phatomorgana, wo man uns selber vor den Nasen hängt um das nörgelnde schlechte Gewissen zu beruhigen, während mir diese wertvolle Gegenwart mit absolut Belanglosigkeit fühlen.
00:11:23: Kommen wir doch jetzt zum schmerzhaftesten Teil der heutigen Folge.
00:11:27: Ich nenne Sie mal die Stunde dieser ungeschmickten Wahrheit, oder wie ich meinen Coaching gerne auch betiteln.
00:11:34: Der unbarmherzig kalte Blick in den persönlichen Terminkalender!
00:11:39: Wenn ich Menschen frage, was Ihnen im Leben einmal der wichtigste ist, küre ich fast gebetsmühlerartig immer die selben wunderbaren moralisch absolut fellerfreien Antworten?
00:11:51: Meine Gesundheit steht an erster Stelle.
00:11:55: Meine Familie, meine Partnerschaft, meine persönliche Weiterentwicklung, meine Kreativität und meine mentalen Freude.
00:12:04: Das klingt fantastisch, das unterschreibe ich sofort!
00:12:08: Das würden wir alle ohne Zögern auf LinkedIn posten um ein Paarwirt Willi Applaus abzugreifen.
00:12:16: Aber jetzt machen wir gemeinsam ein Realsexperiment.
00:12:21: Nimm Dich mal Dein Kalender von den letzten vier Wochen zur Hand.
00:12:25: Und wir analysieren heute nicht das, was Du Luthaupte behaubt ist wichtig zu finden sondern wir dokumentieren das was Du tatsächlich mit Dein Körper und Dein Geist du hast Denn Deine Aufmerksamkeit und Deine Real investiert.
00:12:40: Zeit ist der einzige wahr unbestechliche Spiegel deiner tatsächlichen Prioritäten.
00:12:47: Der Kalender liegt nie.
00:12:50: Er ist sonnbar am herzigen Protokoll von deiner realen Existenz auf der Welt.
00:12:57: Wenn du also seist, deine Gesundheit steht für dich an oberster Stelle.
00:13:02: Aber in deinem Kalender findet sich in den letzten dreißig Tage genau Null Einträg für Sport, Bewegung oder Gesundheitskochen.
00:13:10: Dafür hast aber fünfvierzig Stunden unbezahlte Überstunden und unzählige Gefährlichkeiten für fremde Leute.
00:13:18: Denn ist deine Gesundheit de facto nicht deine Priorität.
00:13:22: Punkt aus Ende der Ursaage!
00:13:25: Wenn du behauptest, deine Partnerschaft sei das langen Fundament von deinem Lebensglück Aber die einzige gemeinsame Zeit in den letzten Wochen hat da drin bestanden Am Abend erschöpft und schwiegend neben einem Land auf dem Gutschitz vegetieren Und während vom Netflix Streaming parallel auf dem Smartphone Feeds für wildfremde Menschen auf Instagram zu konsumieren, dann hat deine Partnerschaft im Moment die Realpriorität von einer abgelaufenen Parkschi in einem verlassenen Tiefgarage.
00:13:59: Ja... ist vielleicht gerade ein bisschen hart zu gehören ich weiss Aber glaub mir!
00:14:05: Wenn dich diese Ziele hier ins Mikrofon redet, schaue ich im Geist auch tief in meinen eigenen Kalender und sehe dort Einträge bei denen ich mir mit der flachen Hand an die Stirn schlaue muss.
00:14:17: Wir betreiben all diese systematisch hochgradig professionell Selbsttäuschung, wir verwechseln permanent Beschäftigtein mit Produktivsein oder gar mit sinnvollem Leben.
00:14:29: In unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft ist das Beschäftigein zum absurd pervertierten Status symbol mutiert.
00:14:38: Wenn man jemand in der Zürcher Bahnhofstrasse oder Bernal Allstand trifft und pflüchtig fragt, wie geht es dir?
00:14:46: Was ist die Standard-Seert?
00:14:47: Antwort?
00:14:48: Oh du weisst ja ich bin im Stress extrem viel zu tun gerade.
00:14:52: Ich weiss gar nicht wo mir der Kopf steht!
00:14:55: Wir sagen das mit einem künstlich gewählten Gesichtsausdruck aber innerlich schweilt unser Stolz in den Brust um drei Zentimeter an.
00:15:03: Denn Stress bedeutet unsere konditionierte Welt.
00:15:07: Ich werde gebraucht.
00:15:09: Ich bin unentbehrlich, ich bin wichtig!
00:15:11: Wenn ich nicht gestresst bin, existiere ich denn überhaupt oder bin ich ein Versager?
00:15:18: Die Überbelastung wird gesellschaftlicher regelrecht bewundert.
00:15:22: Wer am Abend am zehn in noch geschäftlichen E-Mails beantwortet gilt als heroischer Held von Arbeit.
00:15:29: In Wahrheit ist es aber in der meisten Fälle einfach nur ein absolut miserables Selbstmanagement eine tiefe innere Lehre oder die pure Unfähigkeit klare Grenzen setzen.
00:15:42: Wenn Stress und Durbeschäftigung erst einmal zu deiner primären Identität werden, dann hast du nicht nur keine Zeit mehr, dann hättest du dich selbst als Lebellangsgeistler von deinem eigenen fremdbestimmten Leben genommen!
00:16:04: Lass uns doch mal über den Täter reden, wo es täglich diese Minuten stellt... Wo geht es denn eigentlich hin?
00:16:11: Die ganze schön koschbare Zeit.
00:16:14: Wir haben sie ja angeblich nie, aber wenn wir uns die nackten unbestechlichen Zahlen der wöchentlichen Bildschirmzeit auf unserem hoch modernen Handy anschauen, bricht das mühsam konstruierte Kartenhaus von den Ausreden meistens in sich zusammen wie eine Billig-Soufflée – die kleine Minuten, die mir nur kurz für zwei Sekunden auf Social Media verbringen.
00:16:40: während wir auf der Bus warten.
00:16:42: An der Kasse im Supermarkt stehen oder eigentlich ein wichtiger Statégespräch für die Firmen hätten schreiben sollen, diese kleinen schienbaren, unschuldigen Minuten summieren sich eine Mende von einem einzigen Tag zum grossen, fetten und produktiven Stundepul.
00:17:00: Das ist kein Zeitmangel!
00:17:02: Das ist ein akutes Schmerzhalf des Entscheidungsmangels.
00:17:06: Wir entscheiden uns in jedem von den winzigen Momenten aktiv für die kurzfristige, billigte Opamin-Kick und mit direkt gegen unsere langfristige echte Lebensziel.
00:17:19: Wir opfern das, was es eigentlich langfristig tief für Erfüllung und Stolz bringen würde auf dem Altar der sofortigen digitale Gratification.
00:17:31: Und das Beste an den Sachen ist – wir merken es meistens nicht einmal mehr!
00:17:35: Wir sind so extrem konditioniert auf ständige Unterbrechungen, auf das Aufblinken von Push-Nachrichten und des endlosen Hirnloses Krollen durch Videofizs, wo unsere Kollektivaufmerksamkeit sparen mittlerweile von einer durchschnittlichen Goldfischgemeinschaft gleicht.
00:17:55: Wir sind süchtig noch ablenkend, weil ablenkung schützt uns davor, uns mit uns selber auseinandersetzen.
00:18:06: Ein weiterer, riesiger und nicht unschätzbarer Faktor in dieser Zeitgleichung ist unser Pathologisch-Perfektionismus.
00:18:14: Und die Fundamentalunfähigkeit erklärt das deutliches Wort auszusprechen.
00:18:20: Nein!
00:18:22: Warum haben wir so unendlich viele Termine im Kalender stehen?
00:18:25: Auf die wir überhaupt keine Lust haben, wenn wir am Morgen aufwachen.
00:18:31: Weil wir verzweifelt gefallen werden.
00:18:33: Weil wir ein Heidenangst haben vor sozialer Ablehnung.
00:18:38: Weil wir das tiefen, oft kindliche Bedürfnis in uns trägen von absolut jedem Menschen daraus validiert und geliebt zu werden.
00:18:47: Jedes Einzelmal wenn du mit einem Quälten lächelst ja zum der zusätzlichen Aufgabe sagst wo eigentlich überhaupt nicht deine Verantwortung fällt wo dir überhaupt keine Energie gibt und dich deinem eigenen persönlichen Lebensziel kein Millimeter näher bringt, lasst du deinen Kalender von aussen fremd bestimmen.
00:19:09: Du degradierst dich selber zum passiven Passagier im Flugzeug deines eigenen Lebens, während irgendwelche unqualifizierten Leute im Koch betocken, weil der Knöpfe dreht und die Route bestimmt.
00:19:23: Und dann wundere ich... die am Freitag arbeiten, warum wir so unfassbarer schöpft sind?
00:19:29: Da müssen wir auch noch ein ganz wichtiges Fundamentals Missverständnis aufklären.
00:19:35: Der gravierende Unterschied zwischen akutem Zeitmangel und akut dem Energiemangel – nicht jede Stunde im Leben hat den gleichen biologischen Mentalwert!
00:19:46: Ein Stundenmorgen am achte, wenn die Geist frisch klar und die Energie auf dem Höhepunkt ist, hat ein völlig anderer Output unter ganz anderen Qualitäten als eine Stunde morgens am zehn.
00:19:58: Wenn das Kieren nach einem langen Arbeitstag nur noch aus müde Breiben steht.
00:20:04: Oftmals haben wir den Reflexartig Wir haben keine Zeit.
00:20:08: Aber was man eigentlich im Kern meint ist... Wir haben absolut keine Energie mehr.
00:20:14: Wir sind emotional und physisch komplett leer.
00:20:16: Wir sind erschöpft!
00:20:19: Und warum sind wir so erschöpt?
00:20:21: Weil wir unsere wertvollen Zeiten lieblang Tag für die Sachen ausgegeben haben, die in keinem langen Einklang mit unseren Waren in der Welt stehen.
00:20:32: Das ist ein energetischer Aufverbarungssite und kein zeitlicher Engpass.
00:20:37: Was passiert eigentlich in unserem Leben wenn wir die unbequem Wahrheit endlich vollumfänglich akzeptieren.
00:20:51: Die Wahrheit, dass man für das was uns im Leben wirklich wichtig ist, im Grund genommen ausnahmslos immer Zeit findet.
00:21:00: Denk mal an den Akutnotfall!
00:21:02: Wenn am Morgen früh in eurer gemieteten Wohnung ein grosser Wasserrohrbruch ist Samtküche, Zentimeter hoch und der Wasser steht.
00:21:12: Dann heisst du am Telefon zu eurer Mutter oder einem Chef auch nicht Du, sorry ich würde unheimlich gerne das Wasser abdrehen und den Notfallhandwerker anleuten.
00:21:22: Aber ich habe diese Woche einfach keine Zeit mit Terminkarender obenhin voll mit Meetings.
00:21:28: Nein Natürlich nicht.
00:21:30: In genau dieser Sekunde fliegen alle anderen Termine alle geschäftlichen Calls, alle Privatverabredungen und alle Deadlines gnadenlos und ohne mit den Wimpern zu zucken aus dem Fenster.
00:21:43: Warum?
00:21:45: Weil die Priorität durch der massiv äußeren Druckglas klar absolut unumstößlich und existenziell geworden ist.
00:21:55: Prioritäten werden immer dann sichtbar wenn der Druck hoch genug wird oder der Schmerz unerträglich wird.
00:22:03: Das bedeutet im Umkehrschluss für unseren Alltag.
00:22:07: Wenn du seit drei Monaten gehaubt bist, willst du abnehmen?
00:22:11: Aber kein einziges Mal im Sport warst du, dann ist dein persönlicher Leidensdruck schlichtweg noch nicht gross genug.
00:22:18: Die gemütlichen Gucci und die tauten Chips oder Schocki sind in der Realität im Moment noch deutlich bequemer und verlockender als dankbar vom nächsten Bandschiebenvorfall oder dem Herzenfarkt.
00:22:30: Hey!
00:22:31: dass die Ungeschminkte brutal waren, die euch kein Marketing-Guru auf Instagram erzählt.
00:22:39: Und wie kommen wir jetzt aus dieser Opferrolle raus?
00:22:42: Der allererste aber absolut revolutionärische Schritt fährt mit unserer eigenen Sprache an.
00:22:48: Sprach formt unsere Gedanken und Gedanken formen unsere Realität.
00:22:54: Solange du aktiv seid, ich habe keine Zeit, machst du dich selber zum hilflosen Opfer von Umständen!
00:23:01: Du nimmst dir selber jede Macht und jede Eigenverantwortung.
00:23:06: Versuch doch ab heute den Feig, Satz radikal und konsequent aus dem Vokabular zu streichen!
00:23:13: Ersitze ihn durch ehrliche Nackte- und aufrechte Formulierung.
00:23:18: Ich nehme keine Zeit dafür oder?
00:23:21: Das hat im Moment für mich ganz bewusst keine Priorität.
00:23:25: Spüre mal einen kurzen Moment nach wie sich das anfühlt, wenn man das laut und aufrecht ausspricht.
00:23:35: Wenn deine Partnerin dir am Abend bietet, den Kericht rauszubringen – und du antwortest nicht «Schatz!
00:23:42: Ich habe gerade keine Zeit», sondern du sagst «Du!
00:23:46: Das Ausbringen vom Kericht hat für mich in dieser Sekunde eine deutlich geringere Priorität als zu weiterloggen von dem spannenden Fußballspiel».
00:23:56: Das ist unglaublich unangenehm oder?
00:23:59: Es ist Spärig, es provoziert, es tut weh Aber es ist die absolut rein und ungeschminkt worden.
00:24:09: Und genau diese Worte holt ihr zurück auf der Fahrsitz von deinem Leben!
00:24:14: Du bist nicht mehr der Spielball vom Schicksal, sondern du bist der König oder Königin, der souverän entscheidet, wofür du die kostbare Lebenszeit einsetzen willst... Stellt vor, wie sich unsere gesamte Brufliche und Privatkommunikationskultur verändern würde wenn wir alle die radikal Ehrlichkeit einen Tag legen würden.
00:24:37: Wenn ein wichtiger Hund anläutet und tut diplomatischerweise sei es Herr Müller ich werde Ihres Projekt diese Woche nicht bearbeiten weil mir einen anderen Grosshund gerade mehr Umsatz bringt und deshalb in meinem Unternehmen oberste Priorität genieße.
00:24:56: Das würde im ersten Moment zweifellos zu seismischen Schockwellen führen.
00:25:01: Aber langfristig würde es ein unerschüttliches, tiefes Vertrauen aufbauen, weil jeder Mensch ganz genau wüsste, woran er bei dir ist und vor allem würdest du dich selber endlich aufführen, die ihr das permanent nach der schlechten Gewisse eizredet, wo die wie ein dunkler bleierner Schatten durch den ganzen Alltag verfolgt!
00:25:29: Lass uns jetzt langsam zum absoluten Kern der ganzen Angelegenheit vordringen.
00:25:35: Der ultimative, allesverändernde Perspektivwechsel besteht doch darin ein für alle mal zu erkennen das Zeit überhaupt nicht ist wo man im klassischen Sinn hat oder nicht hat.
00:25:48: Die Zeit vergeht einfach völlig unbeindruckt von unserem Terminkalender.
00:25:55: sie fließt unauffaltsam und unabitlich Wie ein wilder Schweizer Bergbach nach der intensiven Gletscherschmelzung im Frühling?
00:26:05: Die einzige Frage, die am Ende des Tages wirklich selten lutet, wäre bestimmt eigentlich überträchtig vom Fluss.
00:26:14: Bist du selbst ganz autark oder sind es primär der Wartung von anderen?
00:26:20: Die gesellschaftlichen Konventionen, die künstliche Verpflichtungen und deine eigenen Überjahr hinweg atreniert ausreden?
00:26:29: Wenn wir endlich aufhören, feige Ausrede im Aussen-Zuch und stattdessen anführend mutig bewusste Entscheidungen im Inneren zu treffen, dann verändert sich Augenblicklich deine ganze Realität.
00:26:43: Dann ist das klare Nei, sondern unbeliebte Einladung keine unhöfliche Egoismus mehr, sondern ein zu tiefes gesunden Akt der Selbstachtung.
00:26:55: einen kompletten Nachmittag für absolute produktive Beschäftigungslosigkeit, kein verwerflicher Luxus oder pure Fulheit.
00:27:08: Sondern die absolut notwendige und essentielle Pflege des allerwichtigsten Werkzeugs – dem eigenen Geist!
00:27:16: Wir müssen dringend wieder lernen, die tatsächlichen Opportunitätskosten von unserem Alltag bewusst zu kalkulieren.
00:27:24: Jedes Mal wenn du zu irgendeinem etwas ja sagst Bis du vollkommen bewusst, genau in diesem Moment sagst du gleichzeitig Nein zu ganz vielen anderen Sachen.
00:27:36: Wenn du am Abend zwei Stunden die Tage vor dem Fernsehen hast, ist das völlig okay?
00:27:41: Ich verurteile das nicht!
00:27:43: Aber bitte bitte einfach radikal.
00:27:46: ehrlich zu dir selber.
00:27:48: Du hast dich in diesem moment aktiv gegen den Buch, gegen den Sport oder gegen dieses tiefgründige Gespräch mit deinen Liebsten entschieden.
00:27:58: Du bitte nie mehr so, als hätte dir eine mystische Kraft Zeit dafür gestohlen.
00:28:04: Du hast sie höchstpersönlich eintauscht gegen flimmende Pixel auf dem Bildschirm.
00:28:10: Das ist deine frei Wahl!
00:28:12: Und genau die Freiheit solltest du wieder mit voller Stolz zelebrieren statt uns ununterbrochen als Stress jammeres Opfer vom Alltag zu zinszinieren.
00:28:41: Zum Ende dieser heutigen Folge möchte ich dir noch eine kleine, aber fine Metapher mit auf den Weg geben.
00:28:47: Wo mir selbst in dem Moment, wo ich immer wieder einmal in die klassische Zeit fallen zurück hätte, der Kopf im richtigen Moment zurückgelegt hat.
00:28:57: Stell dir mal das gesamte Leben ab jetzt vor wie ein grosses leeres Aquarium aus dicken Glas!
00:29:05: Du hast für dieses Aquarium eine ganz bestimmte Anzahl von grossen massiven Steinen zur Verfügung.
00:29:11: Du hast eine Menge kleiner Kieselsteine und schier unendliche Mengen an feinem Sand.
00:29:18: Die grossen Steine sind die absolut fundamentalen, untersetzbaren Sachen in deinem Leben.
00:29:24: Deine Gesundheit, deine Tüfe echt bezüglich deiner persönlichen Lebensvision, deine mentale Balance.
00:29:33: Die Kieslsteine symbolisieren die wichtigen aber austauschbaren Verpflichtungen – den Job, das Haus Deine alltäglichen geschäftlichen Aufgaben.
00:29:45: Defi Sand, das ist all den unbedeutenden Lauterlichrahmen von deinem Alltag.
00:29:51: Das endlose Skroll auf dem Smartphone Die belanglose Diskussion in irgendwelchen Kommentaren spalten Die gesellschaftliche Wirkpflichtung Auf die er im Grund genommen gar kein Mensch Lust hat.
00:30:07: Wenn du jetzt den Vertal fehler machst und das tönt die allermeisten Füße, leider geht es jeden einzelnen Tag.
00:30:14: Und füllst zuerst ein ganz feines Sand in dein Aquarium.
00:30:18: Dann ist das Gefäß ruckzuck bis zum Rand voll.
00:30:22: Wenn du nachher versuchst, die grossen wichtigen Steine reinzusetzen, würdest du oben überlaufen.
00:30:29: Sie haben schlichtweg keinen Platz mehr im Glas.
00:30:33: Das Aquarium ist bis oben verstopft mit Sand mit absoluten Belanglosigkeiten von modernem Leben.
00:30:41: Der einzig funktionierende Weg, wie alles perfekt und harmonisch Platz findet ist die radikal unkehrt reihenfolge.
00:30:49: Du musst die grosser Steine zwingend als allererst ins leere Aquarium setzen.
00:30:56: Nachher füllst du Kieselsteine ein wo sich wunderbar in den natürlichen Zwischenträumen legt.
00:31:03: Und ganz am Schluss erst ganz am schluss Geistest du den feinen Sand, der sich mühelos und ohne Widerstand in die kleinsten verbliebenden Spalten verteilt?
00:31:14: Das bedeutet übersetzt für dein reales Alltag.
00:31:18: Blockiert der Termin für die grossen Steine zuerst im Kalender.
00:31:23: Mach diese Termine mit euch selbst unumstößlich!
00:31:27: Sie sind absolut heilig!
00:31:29: Der ganze Rest vom Leben, den ganzen Sand- und kleinen Kieselstein werden sich ganz automatisch drum herum arrangieren.
00:31:37: Sie findet immer Platz, glaubt man.
00:31:41: Und so entlange ich dich für heute mit einer finalen absichtlich unbequemen Reflexionsfrage, die du gerne mit in zwoll verdienten oder selbsten Wochenenden verschmitten nimmst.
00:31:53: Wenn jemand, der überhaupt nicht kennt, stinkt an meinen Kalender und deine Tatsächliche Zeitanteilung von den letzten vier Wochen messenschärf- und unvorragend analysieren würde... welche Priorität würde der fremde Analyst reinkommen?
00:32:10: Und die viel wichtiger, fast schon schmerzhafte Frage.
00:32:14: Würden die von fremdem erkannten Prioritäten tatsächlich zu dem passen, wo du selber tagtäglich hauptisch laut ist, dass das in deinem Leben am allerwichtigsten ist?
00:32:28: Denk doch mal darüber nach und lass es ruhig ein bisschen weh tun!
00:32:33: Schmerz ist schließlich historisch gesehen oft der allerbeste Katalysator für echte, nachhaltige Veränderungen.
00:32:42: Das war's für heute.
00:32:43: Danke fürs Zulassen und Tschüss und weg!
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